Lehmofen bauen – mit “rocket”-Effekt

Zu einem richtigen Permakulturgarten gehört natürlich auch ein Lehmofen, denn darin kann man in Eigenregie wohlschmeckendes Brot, Pizza und andere Gerichte zubereiten! Bauanleitungen für Lehmöfen gibt es wie Sand am Meer. Doch welcher Lehmofen ist der richtige? Und wie wird so ein Ofen richtig effizient?

Verbindendes Element von Lehmöfen  ist die gut isolierte Rund-Kuppel aus Lehm, die meist auf einem Gerüst bzw. einer  Form aus feuchtem Sand errichtet wird. Der  Sand wird mit feuchtem Zeitungspapier abgedeckt , damit sich der Lehm nicht mit der Form verbindet. Wenn das Lehm-Dach ausgetrocknet ist, kann man den Sand durch die Türöffnung herausbefördern. Bei der Gestaltung des Ofenraumes gibt es viele Möglichkeiten. Man kann hitzebeständige Schamottesteine verwenden, die man in einem Sandbett, mit etwas Zwischenraum verlegt, damit sich die Steine  bei Hitze ausdehnen können, oder man fertigt auch den Boden aus Lehm. Man kann aber auch einen Pizzastein verwenden, den man auf einen Rost bzw. eine Stütze aus Ziegelsteinen legt. Praktisch ist ein Ofen mit eigener Brennkammer, denn so kann der Ofen mit wenig Holz sehr effizient aufgeheizt werden und das Feuer lässt sich gut regulieren, auch noch dann, wenn  sich im Ofen bereits Speisen befinden.  Für den Lehm-Ofen sollte man ein solides Fundament und am besten einen Überstand gegen Regen bauen. Man kann die Lehmkuppel zum Schluss aber auch mit einem Kalk-Putz versehen und so etwas witterungsbeständiger machen (zum Schluss am besten noch etwas Leinöl auftragen, das imprägniert die Kalkschicht zusätzlich). Sehr zu empfehlen ist ein Pizzaofen-Thermometer mit einer Skala bis 300 oder 500 Grad, denn so kann man schnell ablesen, wann die richtige Betriebstemperatur zum Backen erreicht ist. Deweiteren empfiehlt sich ein Pizza-Schieber, mit dem die Speisen  in den Ofen befördert werden können. Eine sehr gute Anleitung zum Bau eines Lehmofens mit eigener Brennkammer hat das Team von “Organic Motion”  (www.organicmotion.com.au) bei Youtube veröffentlicht. Das  Video zeigt  den Bau eines effizienten Lehmofens  im Zeitraffer. Die englische Bezeichnung dieses Ofens lautet “Rocket cob oven”. Wichtiges Element ist bei dieser Bauweise die sogenannte “Diffusor Plate”, also eine nicht brennbare Scheibe (aus Metall oder Keramik)  die verhindert, dass die Hitze  direkt in den Ofen schlägt. So ein Lehmofen sollte am besten  langsam und vor Frost und Regen  geschützt austrocknen. Jetzt, im Sommer  ist also gerade  die richtige Zeit dafür!

 

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