Winterbeeren
Allgemein Haushalt und Wohnen Leben ohne Plastik

11 Permakulturtipps für einen guten Start ins neue Jahr!

Bei Permakultur geht es nicht nur um Hügelbeete, Kräuterspiralen und Mulchen! Permakultur ist viel mehr: ein Konzept, eine Lebensphilosophie und Haltung, die verschiedene Lebensbereiche und Disziplinen miteinander verbindet. Ziel: eine harmonische Koexistenz aller Lebewesen, ohne Raubbau an unserem Planeten! Deswegen kann man auch im Winter wunderbar versuchen, Prinzipien der Permakultur in seinen Alltag zu integrieren, egal ob in der Stadt oder auf dem Land! Hier unsere Permakulturtipps für einen guten, ökologischen Jahreswechsel. Der Artikel ist zugleich unser Beitrag für die Blogparade von Ecomonkey.de!

1. Hinterfrage Deine  Konsumgewohnheiten

Energie sparen und Ressourcen schonen? Das kann man überall, es fängt bei Kleinigkeiten an! Muss es wirklich ein Weihnachtsbaum aus der Plantage sein? Müssen Ann-Kathrin und Sabrina wirklich 2 mal am Tag duschen, muss Ulf-Peter beim Rasieren die ganze Zeit das Wasser laufen lassen? Auch andere Angewohnheiten gehören auf den Prüfstand: Überlege z. B., ob Du im Winter auf  den Kühlschrank verzichten kannst! Vielleicht lasssen sich die Lebensmittel im Winter auch anders, an einem kühlen Ort in der Wohnung oder dem Balkon aufbewahren? Kaufe auf jeden Fall nicht mehr ein, als Du wirklich verbrauchst, das gilt natürlich auch und ganz besonders für die Feiertage! Wusstest Du schon, dass allein bei uns in Deutschland jedes Jahr rund  30 Prozent der produzierten  Lebensmittel einfach weggeschmissen werden? Das entspricht der unverstellbaren Menge von 18 Millionen Tonnen Abfall!

2.  Stromanbieter –  überprüfe, ob Du wechseln musst!

Wer versehentlich noch einen Stromvertrag  bei einem Atomenergie- oder Braunkohle-Konzern hat, sollte schleunigst wechseln! Ein besonders negatives Beispiel ist z. B. der Konzern Vattenfall (der die Bundesrepublik, also uns alle, nach dem beschlossenen Atom-Austieg  auf „Schadensersatz“ in Höhe mehr als vier Milliarden Euro verklagt hat, wegen angeblich entgangener Gewinne).  Wechsle am besten sofort und entscheide Dich für einen seriösen, zertifizierten Ökostrom-Abieter mit transparenter, umweltorientierter und nachhaltiger Wirtschaftsweise.  Vorsicht, einige Unternehmen betreiben Etikettenschwindel bzw. „Greenwashing“!    Orientieren kann man sich jedoch gut an den Empfehlungen der Umweltverbände, diese empfehlen z. B. die folgenden Stromanbieter:  Greenpeace Energy, EWS (Elektrizitätswerke Schönau), Lichtblick oder Naturstrom!  Hier zahlst Du zwar evtl. etwas mehr, hast dafür aber die Gewissheit, mit Deinem Geld kein Unternehmen zu unterstützen, das zurecht für sein naturzerstörerisches Handeln kritisiert wird!

3. Informiere Dich aus verschiedenen Quellen und  schließe Dich mit anderen Naturfreunden zusammen!

Die Zeiten, in denen „Tagesschau“ und „heute journal“ das Informationsmonopol hatten, sind zum Glück vorbei. Nutze die Möglichkeiten, Dich im Internet zu informieren und vernetzte Dich mit anderen Permakulturfreunden aus aller Welt! Gerade im Winter ist es toll, so seine Sprachkenntnisse zu trainieren, egal ob Englisch, Spanisch, Französisch oder Hindi.  Die Devise lautet: „act locally, think globally“!

4. Verzichte möglichst auf lange Flugreisen und das Auto

Fahre stattdessen lieber mit dem Fahrrad oder gehe zu Fuß!

5. Kaufe Bio-Produkte und Bio-Lebensmittel

– am besten bei lokalen Erzeugern, im Bio-Laden oder auf dem Wochenmarkt! Falls Du  doch im Supermarkt einkaufst, achte auf Bio-Qualität und vermeide mit Pesiziden und Herbiziden behandeltes Obst und Gemüse, sowie Fleisch und andere Produkte aus industrieller Massentierhaltung!

6. Vermeide Plastik und Kunststoff!

Dazu gehört alles, was aus Plastik hergestellt oder in Plastik eingepackt ist, zum Beispiel Kosmetikprodukte, Flüssigseifen mit sythetischen Duftstoffen und vieles andere mehr! Auch hier gilt: achte auf  Natur- bzw. Bio-Produkte ohne viel Verpackungsmüll. Mach‘ Dir Deine eigenen Seifen und Waschmittel! Anleitungen dafür gibt es jede Menge, z.B. hier. Gibt es in Deiner  Nähe einen Laden, in dem Du unverpackt einkaufen kannst? Dann besuche ihn!

7. Nutze Deine Fähigkeiten, um andere zu unterstützen!

Du verstehst etwas von Technik, kannst z. B. Schaltkreise löten, einen Transistor oder ein Fahrrad reparieren? Dann unterstütze das Repair-Cafe in Deiner Nähe oder biete Deine Hilfe Nachbarn und Freunden an! Du bist eher kreativ veranlagt und ist hast Sinn für Musik, Literatur und Kunst? Viele Menschen sind alleine  – vielleicht kannst Du eine Veranstaltung oder ein Projekt organisieren,  und Kontakt zu Menschen aufnehmen, die sich über Gedankenaustausch und Besuch freuen, z. B. in einem Seniorenheim oder Hospitz?  Oder Du unterstützt Naturschutzgruppen, wie z.B. den NABU, den BUND, Urban-Gardening-Initiativen oder Stadt-Imkeres gibt viele Wege, sich ehrenamtlich zu engagieren!

8. Tauschen – statt mit Geld zu bezahlen

Wenn es geht, versuche Dinge mit anderen zu tauschen, statt sie für Geld zu verkaufen oder wegzuwerfen. Wenn Du einen Garten hast, kannst Du auch Samen, z.B. von Bohnen und anderen Pflanzen, oder Stecklinge anbieten und eintauschen; gegen Mithilfe bei der Ernte oder andere Dinge! Wenn Du in der Stadt lebst: auch hier gibt es viele Möglichkeiten zum Tauschen. Probier’s einfach mal aus!

9. Im Wald spazieren gehen, einen Bio-Bauernhof oder botanischen Garten besuchen!

Kinder lieben Unterhaltung. Aber muss es immer die VR-Brille oder ein Kinobesuch sein? Gerade in der dunklen Jahreszeit sollte man raus in die Natur gehen, wenn es hell ist! Nimm Dir als Muttter oder Vater Zeit für den Nachwuchs und zeige den Kleinen die Schönheiten der Natur, bringe ihnen draußen die Namen der Pflanzen und Bäume bei,  je früher desto besser! Bei Dauerregen ist der botanische Garten eine gute Alternative, oder ein Aquarium!

10. Verzichte auf  Silvesterkracher!

Ja, pyrotechnisches Feuerwerk ist eine uralte chinesische Kulturtradition … aber wenn man sieht, wie sich allein in Deutschland Jahr für Jahr zig Millionen Euro unter infernalischem Lärm in Müll, Asche und Feinstaub  verwandeln, kann man der Pflege dieses Brauchtums hierzulande nicht mehr viel abgewinnen. Auch hier gilt daher: Less is more!  Ein paar Wunderkerzen reichen für das feierliche Zeremoniell eigentlich aus, und das gesellschaftliche und permakulturelle Beisammensein ist ohne Schwarzpulverdetonationen auch viel entspannter für die Ohren! Und auch die Tierwelt freut sich über die Ruhe!

11. Umwelt-Tipp für das traditionelle Zukunftsorakel am 31.:

Statt Blei-, lieber (Honig-)Wachs gießen!

####

Links/Quellen:

http://www.klimaretter.info/index.php?option=com_content&view=article&id=56&Itemid=90

http://www.fr.de/panorama/verschwendung-18-millionen-tonnen-lebensmittel-landen-im-muell-a-1270019

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

2 Kommentare

  1. Ich finde deine Tipps wunderbar!
    Viele sagen, sie leben in der Stadt, sie haben einen Job, zwei Hobbies und eine Katze. Dabei reicht ihnen die Zeit nicht, um einfach mal nachzudenken, zu überdenken und auf gewisse Sachen in Eile zu verzichten.
    Das mit der Information kann ich nur unterschreiben: Man sollte möglichst viel lesen, bevor man sich die feste Meinung bildet. Ich versuche das wirklich jeden Tag. Klar, zu manchen Themen habe ich kaum eine Meinung und möchte mich damit auch nicht auseinandersetzen. Aber der Tag wird kommen, an dem ich konfrontiert werde ;-)
    Viele Grüße, Izabella

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.