Permakultur Matomo zaehler

Allgemein Garten und Pflanzen

Frühlingszeit! Ein Plädoyer gegen Thuja- und Kirschlorbeerhecken

Frühlingszeit: auch im Permakulturgarten ist das, neben dem Herbst, die optimale Pflanzzeit! Eigentlich versteht es sich von selbst: im Permakultur-Garten sollte größtmögliche Pflanzenvielfalt herrschen! Ideal ist daher eine Hecke aus verschiedenen Büschen, in denen Vögel nisten können, und die gleichzeitig Nahrung für Insekten und unsere gefiederten Freunde liefert. Doch, oh Schreck, im gesamten Neubaugebiet sind Thuja- und Kirschlorbeerhecken auf dem Vormarsch!

Die sind ja auf den ersten Blick so wunderbar praktisch: schnell blickdicht und schön pflegeleicht, da immergrün! Und in Verbindung mit einer sauber geharkten Kiesfläche ergibt sich ein stimmiges, steriles Gesamt-Ambiente, das im Herbst ruckzuck mit dem Laubbläser auf Vordermann gebracht werden kann …  Wem sich bei dieser Beschreibung die Nackenhaare aufstellen, ist eigentlich schon ein Freund der Permakultur und auf unserer Seite genau richtig!

Denn der NABU und andere Naturfreunde warnen  zurecht vor den monotonen, immergleichen Kirschlorbeerhecken : ökologisch bietet diese Pflanze kaum Vorteile für die ohnehin schon stark bedrohten Vogelarten in unseren Breitengeraden! Viel besser für eine Hecke eignen sich vogel- und insektenfreundliche Misch-Anpflanzungen, z. B. von Weißdorn, Hainbuche, Kornelkirsche, Haselnuss, Aroniabeere, Schlehe, Hundsrose (Hagebutte), Johannisbeere, Berberitze, Holunder, Buchsbaum oder Liguster... die Möglichkeiten sind riesig! Am besten leistet man Überzeugungsarbeit und geht mit gutem Beispiel voran, wenn man einen Garten sein eigen nennt! Vor allem natürlich im Neubaugebiet! ;-)

Einheimische Heckenpflanzen für den Naturgarten

Der Naturgartenfreund pflanzt also einheimische Büsche und Bäume, die unseren Vogelarten, Insekten und anderen Tieren gefallen, wie  z. B. Hainbuche, Liguster, Berberitze, Feldahorn, Haselnuss, Holunder, Hagebutte oder Weißdorn!  Wer unbedingt eine immergrüne, blickdichte Hecke haben möchte, für den ist  die Eibe eine gute Alternative,  denn sie ist eine einheimisches Pflanze, an die sich die Vögel in unseren Breitengraden im Laufe der Jahrtausende gewöhnt haben. Wer sich mit der Eibe beschäftigt, weiss, dass ihre Beeren, Blätter und das Holz sehr giftig sind.  Man sollte also Kinder unbedingt darüber aufklären und auch verhindern, dass zum Beispiel Pferde die Pflanze verzehren können! Aber ihre Giftigkeit allein sollte kein Grund sein, die Eibe generell nicht mehr anzupflanzen! Die Eibe wächst vergleichsweise langsam –  für einen kleinen Garten ist dies von Vorteil! Übrigens kann man seinen Garten auch mit Spalierobst einfrieden, also zum Beispiel  mit Apfelbäumen, die an einem Gartenzaun hochwachsen, oder man verwendet Efeu, Jelängerjelieber (Gartengeißblatt) oder wilden Wein, der sich an einem Klettergerüst verankert.  Auch eine kleine Trockensteinmauer in Kombination mit einer Hecke ist ökologisch wertvoll. Tut etwas für die Artenvielfalt: pflanzt eine vielfältige Permakulturhecke! Auch kleine Schritte tragen zu einer Verbesserung der ökologischen Situation auf unserem Planeten bei!

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