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Natürliche Holzfarbe aus Leinöl

Gute Nachrichten für gesundheitsbewusste Heimwerker und Permakulturfreunde: Wer seinen Gartenzaun streichen möchte,  hat viele Möglichkeiten dies zu tun, ohne sich selbst und seinen Umwelt mit Gift zu belasten! Natürliche Lasuren oder Beizen lassen sich mit wenig Aufwand selber machen!  Ein besonders  vielseitiges Natur-Produkt, das sich hervorragend zur Herstellung von Holzfarben eignet und eigentlich in keinem Permakultur-Haushalt fehlen sollte, ist Leinöl! Es betont die Maserung von Holz, bietet einen guten Schutz gegen Feuchtigkeit und Verwitterung – und ist absolut ungiftig!

Etwas nachteilig ist vielleicht, dass Leinöl ein paar Tage braucht, bis es richtig trocken ist und ganz in das Holz eingezogen ist. In der ersten Zeit kann es auch sein, dass die Farbe beim Anfassen etwas „abtönt“, daher sollte man den Kontakt mit guter Kleidung usw. vermeiden. Dafür hat man aber die Gewissheit, dass man seinen Garten nicht mit Lösemitteln, Schwermetallen  und anderen Giften verseucht!

Das gesunde, am besten kaltgepresste Leinöl kann man vor dem Auftragen (mit einem Pinsel oder Lappen) auch gut mit verschiedenen, natürlichen Pigmenten einfärben, zum Beispiel mit Siena rot von Kreidezeit. Auf einen halben Liter Leinöl reichen bereits drei  oder vier Esslöffel Pigment.  Um die Farbe noch etwas dunkler zu machen, kann man auch graues oder schwarzes Pigment hinzufügen, zum Beispiel schwarzes Eisenoxid oder (noch besser) Schiefer-Pulver, also gemahlenen Schieferstein. Gerade neu errichtete Zäune oder Holzschuppen sehen mit so einem natürlichen, braun-roten Anstrich schön aus und fallen nicht so als „Neubau“ auf!

Zum Verarbeiten von Leinöl  ist der Sommer ideal, denn das  Leinöl lässt sich am besten an wärmeren Tagen verarbeiten. Ausserdem geht so die Trocknung der Farbe schneller von statten. Wer einmal selbst  Leinöl-Farbe hergestellt und damit  gestrichen hat, wird mit ziemlicher Sicherheit begeistert sein!

Die Tage in denen Gartenzäune „ohne Rücksicht auf Verluste“ mit Gift-Chemie gestrichen wurden, sind Dank der Rückbesinnung auf Leinöl vorbei! Das ist vielleicht schade für die konventionelle Holzfarben-Industrie, aber mit Sicherheit gut für die Umwelt! Gerade wer Kinder hat, sollte überlegen, Holz mit Leinöl streichen – und auf Lösemittelhaltige oder mit Schwermetallen belastete Anstriche am besten ganz verzichten. Übrigens kann man frisches Leinöl auch als Nahrungsergänzung für Hunde und Pferde verwenden, denn es ist sehr vitaminreich und fördert den Stoffwechsel und die Zellgesundheit!

Wichtig: Mit Leinöl getränkte Pinsel und Textilien bitte immer sicher aufbewahren, Hinweise zum Brandschutz sorgfältig beachten oder Lappen und Pinsel nach Gebrauch kontrolliert verbrennen – denn Leinöl kann sich selbst entzünden!

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