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Allgemein Haushalt und Wohnen

Es lebe das Repair-Café!

Reparieren statt wegwerfen: wer enkeltauglich bzw. nachhaltig leben will, für den sind gemeinnützige Reparaturwerkstätten, sogenannte Repair-Cafés, eine gute Anlaufstelle!

Hier treffen sich Gleichgesinnte, Tüftler und Tüftlerinnen geben ihr Wissen weiter und die Instand gesetzten Geräte werden länger genutzt, statt auf dem Müll zu landen!

Kampf der Produkt-Obsoleszenz

Repaircafes haben sich dem Kampf gegen Murks und Schrottprodukte mit natürlicher oder eingebauter Obsoleszenz verschrieben. Gemeint ist damit die von der Industrie oft mehr oder weniger absichtlich verkürzte Lebensdauer von Produkten. Vielen Menschen bekannt ist das Phänomen, dass Haushaltsgeräte wie zum Beispiel Staubsauger oder Spülmaschinen wie von Geisterhand kurz nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleitsungsfrist kaputt gehen. Oder dass Drucker nach einer bestimmten Anzahl von Ausdrucken ihren Geist aufgeben und die Anschaffung eines Neugerätes billiger ist, als die Reparatur im Fachhandel. Zunehmend ist leider  auch der Trend zu beobachten, dass Hersteller Produkte so konstruieren, dass sie sich gar nicht mehr oder nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand reparieren lassen und deswegen neu angeschafft werden müssen. Eine Praxis, die natürlich längst gesetzlich verboten werden müsste. Wie heisst nochmal unsere Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft? Richtig: Julia Klöckner

Flirten im Repaircafé

Klingt wie der lakonische Name eines neuen Tocotronic-Songs? Ist aber eine Kommunikationsform, die gerade in der heutigen Zeit immer seltener wird und daher unsere besondere Beachtung verdient!  Denn niveauvolles Flirten ist bekanntlich eine Kunst. Und es spricht eigentlich nichts dagegen, sie auch im Reparaturcafé zu pflegen! Vorausgesetzt natürlich, es ergibt sich so und beide Seiten sind einverstanden. Selbstverständlich ist im Reparaturcafé auch der eher sachliche Umgangston möglich und durchaus an der Tagesordnung  ;-)  Ziel von Repaircafés ist aber, wie der Name schon sagt, immer auch das Zusammensein und der kommunikative Austausch mit anderen! Auch so betrachtet sind Reparaturcafés also ganz im Sinne der Permakultur („Earth care. People care. Fair share“), und es gibt hier eine große Nähe bzw. Übereinstimmung der Ideen!

Reparaturcafé besuchen? Am besten vorher Termin vereinbaren!

Akkuschrauber, Küchengeräte, Drucker, Smartphones: vieles, was elektrisch und kaputt ist, lässt sich mit etwas Geschick wieder in Gang setzen und länger nutzen! Ebenso natürlich auch Fahrräder, Gartengeräte und vieles andere mehr. Wissen solte man, dass Repair-Cafés keine Garantie für ein Gelingen der Reparatur geben können. Daher müsst Ihr im Repaircafé meist eine Erklärung unterschreiben, in der festgehalten wird, dass die Haftung bzw. Gewährleistung begrenzt ist.

Repaircafés gibt es übrigens schon seit einiger Zeit: Vor etwa 10 Jahren hat der Trend angefangen, vermutlich bei unseren niederländischen Nachbarn. Da der Andrang im Repair-Café manchmal sehr groß ist, solltet Ihr am besten vorher einen Termin vereinbaren und immer eine gewisse Wartezeit einkalkulieren. Oft lässt sich diese Wartezeit ja bestens überbrücken, z. B. bei Kaffee, Tee, einem Stück Kiwitorte oder ein paar selbstgemachten Buchweizenwaffeln ;-) Was gibt es Schöneres, an einem kalten Wintertag?

Repaircafé finden  – in Berlin und anderswo

Vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München gibt es inzwischen bereits eine ganze Menge Repaircafés. Wo genau das nächste Reparaturcafé in Eurer Nähe ist, könnt Ihr gut über die Suche auf einigen Websites herausfinden, zum Beispiel unter www.repaircafe.org oder  www.reparatur-initiativen.de

Allein für Berlin zeigt die Suche zurzeit (Januar 2019) übrigens über 20  Rapair-Cafés an, also fast in jedem Stadtteil eines! Ein Berliner, der sich für nachhaltige Ressourceneffizienz und die „Reparatur-Bewegung“ einsetzt ist z. B. Stefan Schridde. Auf seiner Website könnt Ihr auch sogenannte „Murks-Produkte“ melden: http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/

Und zum Schluss noch der Hinweis auf diese sehenswerte „Planet-e“- Dokumentation mit dem Titel „Garantie vorbei – Gerät kaputt“:

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