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Hitze
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Sommer, 40 Grad: Deutschland liebt den Klimawandel …

Seit Monaten kaum Regen, dafür drückende Temperaturen, Ernteausfälle, Dauerschwitzen und Hitzestich:

Der Klimawandel ist ganz offensichtlich angekommen in Deutschland. Grund zur Sorge? Anscheinend kaum. Nach wie vor fordern viele Politiker und Industrieverbände weitere Autobahnen, haben Kreuzfahrten Hochkonjuktur, fährt selbst die grüne Stadträtin mit dem SUV zur Arbeit. Kann das so weitergehen? Und was könnten wir tun, um dem Klimawandel zu stoppen bzw. zumindest für künftige Generationen etwas abzumildern??

Hier unsere fünf Ad-hoc-Permakulturtipps gegen den Klimawandel:

  1. Weniger ist mehr: das ewige Mantra „Mehr Wachstum = mehr Wohlstand“ sollte endlich hinterfragt und dann ad acta gelegt werden! Viel besser wäre eine intelligente Nutzung der bestehenden Infrastruktur, der Verzicht auf weitere Flächenversiegelungen und der sofortige Stopp unsinniger Subventionen für den Ausbau ressourcenverschwendender, erdölbasierter Industriezweige!
  2. Der Ausstieg aus der Kohleindustrie und strengere Abgas- und C0-2-Auflagen für die Automobilindustrie sind wichtiger denn je!
  3. Jeder Haus- und Gartenbesitzer kann etwas gegen den Klimawandel tun: indem er Flächenversiegelungen vermeidet oder rückgängig macht und auf seinem Grund und Boden auf höchstmögliche Bio-Diversität achtet! Also z.B. für möglichst viele verschiedene, blühende Pflanzenarten sorgt und auf chemische „Pflanzenschutzmittel“ verzichtet!
  4. Stark verdichtete und leblose Böden lassen sich mit den Gestaltungsmethoden der Permakultur revitalisieren und in lebendige Biotope verwandeln. Wie das geht? Das kann man bei Bill Mollison, David Holmgren, Masanobu Fukuoka und vielen anderen Autoren der Permakultur nachlesen. Ein Element sind „Swales„, also Gräben, die so angelegt werden, dass Wasser nicht das Grundstück verlässt, sondern aufgefangen wird und optimal von der Vegetation genutzt werden kann. Der Verzicht auf monotone Rasenflächen ist ein weiteres Mittel, um Trockenheit und Dürre vorzubeugen: Am besten ist der Boden, dort wo er nicht bewachsen ist, vollständig von einer hohen Mulchschicht bedeckt! Bäume zu pflanzen anstatt schädlichen „Grünbelagentferner“ zu spritzen sollte oberste Bürgerpflicht sein! Das gilt natürlich auch für Städte, Kommunen und Gemeinden.
  5. Auch das Überdenken unserer Konsumgewohnheiten ist wichtiger denn je. Noch immer werden rund 40 % der Lebensmittel,  die für den deutschen Markt produziert werden einfach weggeworfen! Eine unglaubliche Verschwendung wertvoller Ressourcen, die natürlich auch unser Klima belastet, ebenso wie der hohe Fleischkonsum. Wenn jede Bundesbürgerin/ jeder Bundesbürger nur einmal pro Woche auf Fleisch verzichten würde, könnte allein dies nach Berechnungen des WWF zu einer jährlichen Einsparung von rund neun Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen führen (Quelle: https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/fleisch-frisst-land/).




Ihr habt weitere Ideen, was jede einzelne von uns gegen ein Voranschreiten des Klimawandels unternehmen kann? Wir freuen uns auf Eure Vorschläge und Kommentare!

> Mehr zum Thema Swales  – im Permakultur-ABC von Permakulturtipps.de

> Mehr über Permakultur, David Holmgren – und wie wir  unseren  Planeten vieleicht doch noch retten können

 

Permakultur könnte helfen.  Eingangsbereich mit erheblichem Optimierungspotenzial.
Permakultur könnte helfen.  Eingangsbereich mit erheblichem Optimierungspotenzial.

Quelle / Links:

 

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