Permakultur Matomo zaehler

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„Vorsicht Schatz, ein E-Scooter!“

In Städten wie Wien, Madrid oder Paris gehören sie schon seit längerem zum Straßenbild, jetzt sind E-Scooter auch bei uns in Deutschland zugelassen und im Kommen.

Doch wie sinnvoll und umweltverträglich sind die kleinen, elektrischen Tretroller wirklich? Und welche Vorschriften und Gesetze müssen beim Fahren beachtet werden?

Gehst Du noch oder rollst Du schon?

Klar, auch die Entwicklung und konsequente Anwendung neuer, umweltschonender Mobilitätskonzepte gehören zur Permakultur. ;-) Zu Fuß gehen, Fahrradfahren, der Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) oder Sharing-Konzepte: das sind – vor allem in der Stadt – gute Alternativen zum eigenen Auto! Denn so können Staus, Abgase, Lärm und zugeparkte Flächen reduziert werden.

Eigentlich also eine gute Nachricht: jetzt kommen E-Scooter, die kleinen, batteriebetriebenen Tretroller, die ursprünglich aus kalifornischen Städten wie Santa Monica und  San Francisco stammen, auch zu uns – und sorgen für jede Menge Wirbel und neue Mobilitäts-Impulse!

Seit dem 15. Juni 2019 ist der Umgang mit den modischen Mini-Fahrzeugen nun auch in Deutschland gesetzlich geregelt: in der neuen „Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung“ (eKFV). Die sollte jeder Mensch kennen, der einen E-Scooter fahren möchte. Denn bei Nicht-Beachtung drohen Strafen und Bußgelder! Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Regeln und Vorschriften:

E-Scooter in Deutschland: das musst Du wissen

Unter anderem schreibt die neue Verordnung zu E-Scootern mit Lenk- oder Haltestange vor, dass Personen, die unter 14 Jahre alt sind, nur bestimmte E-Scooter, mit einer Maximalgeschwindigkeit von 12 km/h fahren dürfen. Erst ab einem Alter von 14 Jahren sind E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h erlaubt –  und auch dann gelten feste Regeln und gesetzliche Vorschriften!

So ist z.B. das Fahren auf Gehwegen grundsätzlich nicht gestattet, es müssen entweder Radwege oder, wenn diese nicht vorhanden sind, die Straße genutzt werden. Darüber hinaus sind bestimmte technische Standards vorgeschrieben, der E-Scooter muss versichert sein, mit Licht ausgestattet sein und eine Betriebserlaubnis haben.

Wie beim Fahrrad gibt es für E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h keine gesetzliche Helmpflicht. Es empfiehlt sich aber, schon im Interesse der eigenen Sicherheit, einen Helm und geeignete Schutzausrüstung (z. B. Knie- und Ellenbogenschützer.) zu tragen!  Und das nicht nur für „Fahranfänger“, sondern am besten immer! Ebenfalls bitte beachten: das Fahren unter Alkoholeinfluss und das Fahren zu zweit ist auf E-Scootern verboten! Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeit verfolgt und mit entsprechenden Verwarnungen und Bußgeldern belegt werden (bis hin zum Füherscheinentzug). In vielen Innenstädten, zum Beispiel in Köln, führt die Polizei bereits entsprechende Kontrollen durch – es  lohnt sich also, die Vorschriften gut zu kennen und einzuhalten!

Ökobilanz des E-Scooters: wie grün sind die kleinen Roller wirklich?

Eine aktuelle Ökobilanzstudie aus der Schweiz attestiert dem E-Scooter im Vergleich zum Auto einen auf den ersten Blick relativ guten bzw. „kleinen“ CO2-Fußabdruck. Demnach verursacht ein Auto über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg 31,2 Tonnen CO2, davon 3,9 Tonnen für die Produktion –  ein E-Scooter, wie ihn die Studie definiert, hingegen „nur“ ca. 0,9 Tonnen CO2 insgesamt, davon 0,4 Tonnen in der Produktion. (Dabei versteht die Studie unter „E-Scooter“ allerdings etwas anderes als wir in unserem Artikel, bzw. bezieht sich offenbar auf einen noch leistungsstärkeren Antrieb. Für Fachleute: “ 7 kWh el /100km, 0.8 L Benzin-eq“).

Fest steht: der Strom für die stylischen Tretroller muss auch erst einmal produziert werden! Und ebenso kritisch kann auch die Herstellung der E-Scooter gesehen werden, denn sie ist sehr energieintensiv und verbraucht viele wertvolle Ressourcen. Vor allem die Produktion der Batterien bzw. Akkus ist aufwändig und verschlingt eine Menge wertvoller Ressourcen. Kritikwürdig sind vermutlich auch die Produktionsbedingungen, über die wenig bekannt ist. Vermutlich werden aber viele E-Scooter in China und anderen asiatischen Ländern (unter eher fragwürdigen Bedingungen) hergestellt (schlechte Bezahlung der Arbeiterinnen etc.). Leider sind E-Scooter in der Regel auch relativ schwierig zu reparieren und landen daher schnell auf dem Schrott. Im Vergleich ist und bleibt das Fahrrrad oder das Gehen bzw. Laufen deswegen wohl auch weiterhin die bessere, „grünere“ Alternative!

Warum polarisieren E-Scooter so?

Vermutlich wird es in nächster Zeit noch einige Berichte und Diskussionen zum Thema E-Scooter geben. Befürworter sehen in den kleinen Fahrzeugen einen Beitrag zur Lösung der innerstädischen Verkehrsprobleme und finden es zum Beispiel toll, dass die Geräte leise, klein und  sauber sind. Kritiker hingegen befürchten eine zunehmende Unfallgefahr durch rücksichtlose E-Scooter-Fahrerinnen, bezweifeln den Umweltnutzen der kleinen Fahrgeräte oder hinterfragen die Unternehmenspolitik der großen Hersteller und Verleiher von E-Scootern (das sind derzeit vor allem Unternehmen aus den USA).

Was meint Ihr: Tragen E-Scooter zur Lösung der Innerstädischen Verkehrsprobleme bei – oder sind sie ein Sicherheitsrisiko? Sind E-Scooter die Zukunft? Oder eher ein überflüssiges, modisches Accessoire, ein vorzugsweise von Hipstern und Slimfit-Trägern genutztes Trend-Produkt? ;-)

Unser Fazit:

Und hier eine – immernoch – sehenswerte Galileo-Reportage zum Thema E-Scooter, aus dem letzten Jahr, als es die gesetzliche Zulassung bzw. Regelung bei uns in Deutschland noch nicht gab :

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Video-Link: https://youtu.be/vITTTNIwgr4

 

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