Permakultur Matomo zaehler

Allgemein Ernährung und Gesundheit

Waldbaden: Balsam für Körper, Geist und Seele

Wer Permakultur erfolgreich anwenden möchte, muss auch an sich selber arbeiten. Denn ein besonderes Naturverständnis, Achtsamkeit und innere Ausgeglichenheit kommen meist nicht von alleine.

Waldbaden, oder Shinrin Yoku, wie die besondere Form des Wald-Erlebens in seinem japanischen Herkunftsland genannt wird, ist eine wunderbare Methode, diese Fähigkeiten zu trainieren und zu erlangen – und eigentlich gar nicht so esoterisch, wie viele vielleicht meinen! Aber wie nimmt man so ein Waldbad?

Bäume und grüne Blätter gegen Stress und Tinitus

Entschleunigung und „digital detox“, also digitale „Entgiftung“, der Verzicht auf Smartphones und andere digitale Endgeräte, sind gerade im Kommen. Ebenso die Suche nach neuen Formen der Selbstwahrnehmung und eine Wieder-Annäherung an die Natur. Kein Wunder also, dass Waldbaden immer beliebter wird! Denn die Farben und Formen, Geräusche und Düfte, die uns in einem schönen Wald begegnen, haben nachweislich positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, fördern die Gesundheit und können sogar Heilungsprozesse unterstützen.

So haben beispielsweise Nadelbäume wie etwa Fichten, Tannen oder Lärchen eine wohltuende Wirkung bei Atembeschwerden, denn sie enthalten ätherische Öle, die über die feinen Nadelspitzen der Bäume auch an die Umgebung abgegeben werden. Andere Bäume wie etwa Eichen, Buchen, Ulmen, oder Eschen sorgen ebenfalls für eine sauerstoffreiche und sehr angenehme Athmosphäre, denn über ihre Blätter filtern und befeuchten Laubbäume die Luft!

Was genau ist eigentlich Waldbaden bzw. Shinrin Yoku?

Waldbaden ist im Prinzip nichts anderes als eine ganz besondere, meditative  Form des  Waldspazierganges, bei dem wir mit allen Sinnen in den Kosmos der Bäume eintauchen, und ihre Schwingungen und Kräfte über eine bewusste Atmung und innere Konzentration in uns aufnehmen. Zeit, Ruhe, Bewegung, innere Selbstwahrnehmung, die Balance von Innen und Außen, Achtsamkeit und Behutsamkeit sind dafür Grundvoraussetzung und wichtige Schlüsselwörter. Im Unterschied zu einem  normalen Spaziergang geht es beim Waldbaden also viel langsamer und bewusster zu. Im Vordergrund steht nicht die Bewältigung einer bestimmten Distanz, das Zurücklegen einer Strecke, sondern die Begegnung mit den Bäumen und ihrer Welt, mit ihren Wurzeln, Ästen, Blättern und wunderbaren Kronen.

Tatsächlich gibt es in Deutschland inzwischen sogar eine Deutsche Akademie für Waldbaden! Wie es sich für unseren Kulturkreis gehört, natürlich mit anständiger Kursleiter-Ausbildung, Urkunde und Kongressterminen. Wer also ganz genau wissen möchte, was es mit dem Waldbaden auf sich hat,  findet dort die gebündelte Kompetenz und kann sich an eine erfolgreiche Absolventin oder einen Absolventen eines solchen Kurses wenden! ;-)  Wer Waldbaden in seiner Nähe unter fachlicher Anleitung ausprobieren möchte, sollte über die Internetsuche schnell eine Kursanbieterin in seiner Nähe finden. Gelegentlich besteht sogar ein Zusammmenhang bzw. eine Kooperation und Freundschaft zu lokalen oder regionalen Permakulturdesignern und -designerinnen!

Waldbaden – Tipps für  „Doityourself-Anwender“

Doch auch wer eher wenig Geld sein eigen nennt, sich die Teilnahme an dieser Form des „organisierten“ Waldbadens nicht leisten kann oder aus ganz anderen Gründen nicht daran teilnehmen möchte, muss auf das Waldbaden bzw. das wohltuende Erlebnis des Waldes natürlich nicht verzichten! Denn zum Glück ist der Zutritt zu vielen Wäldern in Deutschland ja noch kostenlos, auch wenn es leider immer wieder Bestrebungen gibt, dies zu ändern.

Nimm Dir am besten ausreichend Zeit für Dein Waldbad, mindestens ein oder zwei Stunden, und suche Dir nach einer Weile des achtsamen Gehens, Lauschens und Beobachtens einen Baum, der Dich besonders anzieht. Betrachte ihn, höre, wie seine Blätter rascheln, wie die umgebende Luft duftet und sich das vielfältige Waldleben in ihm abspielt und spiegelt. In der Nähe „Deines“ Baumes, kannst Du die Augen schließen, zur Ruhe kommen und vielleicht sogar versuchen, ein inneres Gespräch, einen Dialog mit dem Baum zu führen. Wir meinen: Eine wunderbare Erfahrung, die allen Menschen sehr zu wünschen ist! Denn Bäume sind nicht zuletzt auch so etwas wie unsere wichtigsten Verbündeten gegen den Klimawandel. Sie produzieren den Sauerstoff, von dem wir alle leben!

Der Wald: vielfältiges Biotop voller Wunder –  und mit erholsamer Wirkung.

Waldbaden,  Baum- und Klimaschutz …

Steckt hinter dem Waldbaden ein „romantisierendes“ Verhältnis zu Bäumen, wie Kritiker oft behaupten?  Vielleicht. Und wenn schon! Denn wenn „Romantisierung“ etwas ist, was dazu beitragen kann, unseren Planeten zu retten und für künftige Generationen zu erhalten: gern auch das! ;-)

Buchtipp:
Esther Winter: Waldbaden: Waldtherapie. Entspannung lernen. Achtsamkeit üben. Entschleunigung und Achtsamkeit im Wald. Shinrin Yoku – Baden in der Waldluft. Bäume machen gesund.  Christian Verlag, 2018. ISBN: 978-395961240, Preis: ca. 19,99 EUR.

Mehr über Bäume und warum wir sie schützen müssen  – hier bei Permakulturtipps.de

 

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