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Ex-Grüner wird Chef-Lobbyist

Gerade wurden einem die Grünen durch Robert Habecks Reaktion auf den Skandal um gestohlene private Daten etwas sympathischer … oder nicht? Da macht dieser Karrieresprung der besonderen Art Schlagzeilen:

Der ehemalige Bundestags-Abgeordnete der Grünen, Matthias Berninger (47) ist seit Anfang des Monats Chef-Lobbyist bei der Bayer AG.

13 Jahre lang war Berninger Bundestagsabgeordneter, arbeitete unter anderem als Staatsekretär im Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, das damals von Renate Künast geleitet wurde. Anschließend ging er zu einem großen Süßwarenhersteller in die USA – und nun ist er tatsächlich „Leiter Public and Governmental Affairs“ bei der Bayer AG. Er macht in dieser Funktion also unter anderem auch Werbung und PR für den Pflanzenkiller Glyphosat!

https://www.focus.de/politik/deutschland/matthias-berninger-ex-gruenen-politiker-wirbt-jetzt-fuer-glyphosat_id_10154136.html

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Karriere über alles? Muss nicht sein.

Ein trauriges Beispiel, das wieder einmal zeigt, warum viele Menschen ihren Glauben an politische Parteien verlieren!

Offensichtlich sind Parteien heute für viele vor allem eines: „Sprungbrett“ für die persönliche Karriere in der Wirtschaft. Es wird immer deutlicher, dass – und wie – Wirtschaftsunternehmen massiven Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Und dass viele Politiker, die sich anfangs vielleicht wirklich einmal für eine gute Sache engagieren wollten, mit der Zeit zu willfährigen Marionetten dieser Unternehmen mutieren.

Jeder möge für sich selbst entscheiden, ob er diesen Gesamtzusammenhang so sieht oder nicht. Fest steht: es gibt glücklicherweise echte Alternativen!

Niemand muss als Manager oder Führungskraft für Unternehmen wie Bayer arbeiten bzw. seine Lebens- und Arbeitskraft für Geld, Macht und so eine Karriere verkaufen!

Wir alle könnten diesen Planeten auch erhalten, seine Natur schützen, ihn solidarisch und gemeinsam bewohnen – und sogar besser machen. In diesem Sinne ist Permakultur und eventuell auch der Verzicht auf eine lukrative Stelle bzw. Karriere in einem Unternehmen mit fragwürdigem Geschäftsmodell – sehr politisch! Sich selbst zu engagieren, für gesunde Nahrungsmittel – ohne Glyphosat und andere Agargifte, für eine Zukunft mit fairen Chancen für alle, ohne Raubbau an unseren natürlichen Ressourcen – auch das geht! Zum Glück völlig ohne Parteibuch, SUV, Bonusmeilen oder Jagdschein …  ;-)!

Mehr dazu, und einige super Beispiele, wie es auch gehen könnte, findest Du hier.

PS:
Wer sich noch für die – gelegentlich schon bemerkenswerten –  Verflechtungen von Politik und Wirtschaft interessiert: Auch Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat eine „interessante“ Vita: Früher, noch vor ihrer Zeit als Ministerin für Wissenschaft und Forschung in Nordrhein-Westfalen (2010-2017), war sie Unternehmensberaterin, unter anderem für „booz&co“. Dahinter verbirgt sich das Technologie-Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton, ein Unternehmen mit Nähe zum amerikanischen Geheimdienst für das 2009 bis 2013 u. a. auch Edward Snowden arbeitete … Kein Kommentar!

Quellen:

 

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