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Schon mal vormerken: am 19. November ist Welttoilettentag

Klingt etwas merkwürdig, ist aber wichtig: Der „World Toilet Day“ wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen –

um daran zu erinnern, dass noch immer über 40 % der Weltbevölkerung ohne hygienische Toilettenversorgung auskommen müssen – und dass es notwendig ist, mehr Geld und Engagement in die Entwicklung alternativer Sanitär- und Wassertechnologien zu investieren!

Gemeint sind damit vor allem Kreislauforientierte Systeme zur Sanitärversorgung, die Vermeidung von Abwasser und die Nutzung bzw. das Recycling fester und flüssiger Abfallstoffe. Zusammengefasst wird das auch unter dem Stichwort „Ecosan“ (ecological sanitation).

Es geht beim Welttoilettentag am Dienstag, 19.11.2019 also nicht um die schönste Klobrille oder den betörendsten WC-Duftstein, sondern darum, Armut zu bekämpfen, die hygienischen Verhältnisse von Menschen zu verbessern, geschlossene Kreisläufe in der Sanitärversorgung weiterzuentwickeln und zu verbreiten!

Fest steht auch: das bei uns etablierte, herkömmliche Toiletten-System ist kein wirklich ökologisches und enkeltaugliches Modell –  noch immer werden in Deutschland pro Tag und Kopf durchschnittlich rund 34 Liter Frischwasser allein für die Toilettenspülung verbraucht (und das in Trinkwasserqualität!).

Permakultur setzt auf alternative, ökologische Toilettensysteme

Permakultur heißt: Ressourcen schonen und Kreisläufe sinnvoll nutzen. Deswegen ist die Idee der Kompost-Toilette, die Trennung von Schwarz- und Grauwassser und das Recycling unserer „natürlichen Endprodukte“ hier ein wichtiges Thema! In seiner Führung durch das Ownhome hat uns Jakob die Funktionweise einer solchen „Trenntoilette“ ja sehr gut an einem Beispiel erläutert. Das Prinzip der dezentralen und ökologischen Filterung und Wiederverwendung von Abwasser ließe sich in weiterentwickelter Form auch für Einfamilienhäuser, ganze Dörfer oder Städte nutzen. Die gute Nachricht: entsprechende, relativ gut ausgereifte und anwendbare Klo-Konzepte und -Technologien gibt es bereits! ;-)

„Goldeimer“: Klo-Revolution und neues Denken

Kompostierung, Ökologische Klopapier und Wassereinsparung: eine Initiative, die sich schon seit Längerem mit diesem Themenspektrum beschäftigt ist Goldeimer aus Hamburg! Einige kennen die Klo-Aktivisten vielleicht schon von Musikfestivals bzw. den dort angebotenen Sanitäreinrichtungen. Neben vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern hat dieses bemerkenswerte, fast schon generalstabsmäßig organisierte Unternehmen auch einen „Chief Shit Advisor“ und Experten für „Produkt- und Prozessentwicklung„. ;-)  Ihr findet bei Goldeimer also bestimmt den oder die richtige Ansprechpartnerin, falls Ihr Fragen zum Welttoilettentag bzw. World Toilet Day habt!

Goldeimer Kompost-Toilette mit Späne statt Wasser
Sammelt Fest-Stoffe ohne Wasserverschwendung und kommt auf Musikfestivals und bei anderen Großveranstaltungen zum Einsatz: die mobile Kompost-Toilette von Goldeimer.  Foto: Goldeimer / M. Bahtijarevic.

Verständliche, gut aufbereite Informationen und Hintergrund-Wissen gibt’s darüber hinaus auch auf der Website der „German Toilet Organization„! (Die unten verlinkten Aktions-Seiten der UN sind leider nur eingeschränkt zu empfehlen, da es offenbar keine wirklich verständliche, deutsche Sprachversion gibt.)

Links zum World Toilet Day:


Fotonachweis:

Beitragsbild: (c) UNICEF /UN0317801 /Frank Dejongh

 

 

 

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