Permakultur Matomo zaehler

Agroforst
Permakulturgarten

Agroforst: gute Ernten erzielen und zugleich die Umwelt und das Klima schützen!

Getreidefelder neben Sträuchern und gesunden, gut wachsenden Bäumen, in denen Bienen summen und Vögel zwitschern?

Weinstöcke und Haselnussbäume, zwischen denen freilaufende Schweine ein glückliches Leben führen? Spargel (völlig ohne Plastikfolie) neben Esskastanien-Bäumen? Nein, das muss  absolut kein „Öko-Traum“ bleiben!

Agroforst-Systeme sind eine ökologische Mischung aus Landwirtschaft und Forstwirtschaft – und sie könnten schon bald auch bei uns eine zunehmend wichtigere Rolle spielen – als Beitrag zu mehr Umwelt- und Klimaschutz und Bestandteil einer (längst überfälligen) Agrarwende!

Agroforst: ökologische Landnutzung mit Bäumen und Sträuchern

Landwirtschaftlich genutze Flächen, die gute Ernten ermöglichen, artenreich sind, den Wasserhaushalt stabilisieren und den Boden vor Erosion schützen: Ähnlich wie beim Waldgarten-Prinzip in der Permakultur werden auch bei Agroforst-Systemen in der Landwirtschaft Bäume und Sträucher als Bereicherung für den Acker und zur Unterstützung der Boden-Fruchtbarkeit genutzt!

Das Prinzip der Agroforstwirtschaft ist eigentlich ebenso einfach wie effektiv: Bäume, Getreide oder andere Nutzpflanzen und /oder Tiere wachsen und gedeihen nebeneinander und unterstützen sich gegenseitig, durch ihre unmittelbare Nachbarschaft. Ebenso wichtig: eine intelligente Nutzung des Regenwassers: Ausgeklügelte Bewässerung-Kanäle sind ein weiterer, wichtiger Faktor der Agroforstwirtschaft!

Sträucher neben dem Acker bzw. sogar als Teil der Anbaufläche? Was für bestimmte Vertreter der konventionellen Landwirtschaft noch klingen mag wie eine Provokation, gehört, wie Permakultur, eigentlich zu den vielleicht wichtigsten Lösungen und Ideen, die uns zur Bekämpfung des umfassenden Insekten- und  Artensterbens zur Verfügung stehen!

Immer mehr Menschen verstehen: Riesige Monokulturen, „Flurbereinigung“ und leblose, gerodete und umgepflügte Ackerränder sind eine Umweltsünde erster Güte und nicht mehr länger hinnehmbar!  Agroforstwirtschaft könnte – auch in größerem Maßstab angewendet – einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Landwirtschaft nachhaltiger und ökologischer zu gestalten!

Agroforstwirtschaft: System wird seit vielen Jahren erfolgreich angewendet

Weltweit wird das Prinzip der Agroforstwirtschaft bereits seit ca.1978 wissenschaftlich erprobt und praktiziert. Auch in der Europäischen Union gibt es seit einigen Jahren verstärkt Bemühungen, Prinzipien der Agroforstwirtschaft besser zu erforschen und anzuwenden. Bei uns in Deutschland ist seit einiger Zeit ein interessantes Informationsportal zu Agroforst-Systemen online, mit nützlichen Hinweisen, Veranstaltungen usw. Wir finden: eine gute Sache für alle, die das System näher kennenlernen und anwenden möchten! Hier der Link: https://agroforst-info.de/

Mark Shepard: Freund der Kastanien und Haselnüsse

Ein Pionier der Agroforst-Idee ist Mark Shepard, der im Südwesten von Wiskonsin (USA) seine „New Forest Farm“ bewirtschaftet und dort seit 23 Jahren dieses besondere System des Anbaus anwendet und erprobt. Unter anderem baut er Haselnüsse und Esskastanien an, und hält freilaufende, ziemlich glückliche Schweine. Wisconsin ist eine „cold climate“-Region –  von den klimatischen Bedingungen her also in etwa vergleichbar mit Deutschland. Mark Shepards Ideen sind also vielleicht auch eine gute Inspirationsquelle für deutsche Landwirte! Allerdings sind englische Sprachkenntnisse wieder einmal unabdingbar ;-)  Das Savanna Institute hat diese sehenswerte Dokumentation über Mark und seine Farm produziert und bei Youtube veröffentlicht:

 

Links und weitere Informationen / mehr über Agroforstwirtschaft:

Website von Mark Shepard :  www.newforestfarm.us

Website des Deutschen Fachverbands für Agroforstwirtschaft (DEFAF): www.agroforst-info.de


Beitragsbild: Screenfoto aus dem verlinkten Video / Copyright: Savanna Institute /Mark Shepard 2019.

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