Permakultur Matomo zaehler

Blumen die Blühen
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Blühende Oasen statt Stein-und Kiesgärten

Gerade ältere Menschen stehen häufig vor dem Problem, dass sie die viele Gartenarbeit nicht mehr selbst erledigen können und suchen deshalb nach „pflegeleichten“ Alternativen.

Leider fällt dann oft die verhängnisvolle Entscheidung: die Blumen und Bäume müssen weg, ein „pflegeleichter“ Kies- und Steingarten soll das Problem lösen. Das alles kostet viel Geld, schadet der Natur – und muss absolut nicht sein. Denn es gibt tolle Alternativen -> Naturgärten!

Zum Glück ist die Akzeptanz für etwas mehr „Wildwuchs“ und sogenannte „Unkräuter“ wie beispielweise Löwenzahn, Schafsgarbe oder Brennnesseln auf dem Vormarsch. Und es gibt bereits  eine ganze Reihe von Schrebergartenkolonien, Städten und Gemeinden, die aufgrund der schwindenden Artenvielfalt ihr früheres Handeln überdenken, und nun auch solchen Pflanzen ein Lebensrecht zugestehen! Blühende Gärten mit Bäumen und möglichst vielen verschiedenen Pflanzen sind ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz und sie machen, geschickt geplant, kaum Arbeit! So kann jeder Haus- und Gartenbesitzer mit wenig Aufwand etwas für Vögel, Hummeln, Bienen, Käfer und andere Insekten tun – und einen Beitrag dazu leisten, dass sich auch nachfolgende Menschen-Generationen auf unserem Planeten wohl fühlen!

Vermeintlich „pflegeleichte“  Stein- und Kiesflächen sind relativ teuer und müssen meist schon nach kurzer Zeit von „Unkräutern“ befreit und z. B. mit schädlichen (und teuren) „Unkrautvernichtern“ gespritzt werden. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern möglicherweise sogar der eigenen Gesundheit. Monotone Kies- und Steinflächen sehen zudem langweilig aus und sind, ähnlich wie Rasenflächen, die regelmäßig gemäht und gedüngt werden müssen, aufwändiger und arbeitsintensiver als ein naturnaher, geschickt geplanter und bepflanzter Garten!

Flächenversiegelungen schaden der Umwelt und sehen trostlos aus. Hauseigentümer sollten lieber versuchen, Biotope zu schaffen! Bei Bedarf helfen und beraten zertifizierte Permakulturdesignerinnen. ;-)

Fehler bei der Gartenplanung vermeiden

Oft werden Kies- und Steingärten mit einem Vlies versehen, das „Unkräuter“ am Durchwachsen hindern soll, und der Garten wird anschließend noch mit einer „Steingabiole“ aus dem Baumarkt versehen, die vor neugierigen Blicken schützen soll. Die Folge ist meist ein äußerst steriler, trostloser und abweisender Gesamteindruck. Ökologisch gesehen haben solche Flächen so gut wie gar keinen Wert.

Auch beim Verkauf der Immobilie kann sich so ein steriler Kiesgarten, oder ein Gartenzaun, der aussieht wie eine Gefängnismauer, als echter „Bumerang“ entpuppen und den  Wert von Haus und Grund deutlich reduzieren. Denn auch der Rückbau von versiegelten Kies- und Beton-Flächen ist aufwändig. Und viele Käufer suchen schon heute eher nach schönen, naturnahen Gärten mit attraktiven Anpflanzungen und einem hohen Erholungswert!

Blühende Pflanzenpracht im Naturgarten statt Kies und Beton

Eine Magerwiese mit blühenden Pflanzen macht im Prinzip weniger Arbeit als eine Fläche, die ständig unkrautfrei gehalten werden muss. Und wer keine Zeit und Kraft hat, üppig wachsene Hecken und Bäume zu schneiden, kann schon durch die Auswahl der richtigen Beplanzung viel Zeit und Arbeit sparen. Für die Einfriedung des Grundstücks eignen sich z. B. Berberitze, Kornelkirsche, Felsenbirnen, Buchsbaum, aber auch Hundsrose, Johannisbeeren, und andere, eher langsam oder niedrig wachsende Sträucher und Heckenpflanzen, deren Blüten und Früchte auf dem Speiseplan von Vögeln und Insekten stehen. Und wer seinen Rasen nicht so oft mäht, tut etwas für Igel, Insekten, Amphibien und Lurche! Vor allem natürlich, wenn Regenwasser auf dem Grundstück versickern kann oder in einem kleinen Teich gesammelt wird, statt in die Kanalisation abzufließen!

Generell gilt. Weniger „Pflege“ ist oft mehr – und viel besser für Natur und Umwelt! Laubbläser, endlose Thuja- und Kirschlorbeerhecken oder akribisch geharkte Flächen bis in den letzten Winkel des Gartens müssen absolut nicht sein!

Permakultur für Garten-Senioren

Permakultur bietet viele nützliche Anregungen und Anwendungsbeispiele, wie wir mit der Natur zusammenleben können; und auch ältere Menschen, die ihren Garten ohne viel Aufwand gestalten und nutzen möchten, finden hier wunderbare Inspiration und Ideen! Zum Beispiel bei Masanobu Fukuoka, der noch im hohen Alter ein zufriedenes, glückliche Leben mit den Pflanzen (und Tieren) in seinem Garten führte. Und auch viele heute aktive Permakulturdesigner und – designerinnen (mit und ohne Zertifikat) stehen für Hilfe und Beratung bei der Gartenplanung und -gestaltung gern zur Verfügung. (Wir finden: Entscheiden sollte stets der persönliche Kontakt und das individuelle Angebot!)

13 schöne, blühende Pflanzensorten für den Garten

Blühende Pflanzen, die ohne viel Mühe in fast jedem Garten mit etwas Sonne und fruchtbarem Boden gedeihen und viele Insekten erfreuen sind zum Beispiel Krokus, Beinwell, Borretsch, Löwenzahn, Gundermann, Goldrute,  Malven, Wiesensalbei, Klee, Storchschnabel, Akelei, Königskerze, und viele Arten der Taubnessel, z. B.  die Gewöhnliche Goldnessel.

Am besten pflanzt auch der Mensch im vorgerückten Lebensalter möglichst viele unterschiedliche, bei uns heimische Blühpflanzen und Sträucher, oder wartet, bis sich diese (mit etwas Unterstützung) von selbst einen Lebensraum im Garten erobern. So, dass von Frühjahr bis Herbst stets etwas blüht und die Insekten mit Nektar versorgt sind! Wichtig sind auch Totholzstapel und einige Ecken im Garten, die möglichst nicht betreten werden, damit z. B. Hummeln dort ungestört ihr Erdnest bauen und es bewohnen können!

Filmtipp: was Garten- und Hausbesitzer für die Artenvielfalt tun können

Für alle, die überlegen, wie sie ihren Garten mit wenig Aufwand anlegen und betreiben und zugleich etwas für die Umwelt tun können, hier noch der Link zu einem sehenswerter Film, vom Umweltmagazin „Unkraut“ des Bayerischen Rundfunks. Titel:  „Blühendes Naturparadies: Wie wir die Artenvielfalt mit unseren Gärten retten können!“ Bitte nachmachen!  ;-)

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2 Kommentare

  1. Man sollte unterscheiden können zwischen subjektivem Schönheitsmpfinden und sachlichen Argumenten. Bei Letzterem sollte wirklich Wert auf Sachlichkeit gelegt werden.

    Das sachlich scheinende Hauptargument ist ja, dass sich keine Nahrung für Bienen und andere Insekten (also Blüten) auf diesen „Stein“-Flächen befindet – und: da dort meist auch keine Büsche gesetzt werden auch keine geschützten Brutzonen für Vögel.
    Wenn man dieser Argumentation sachlich folgt, müssten hier auch Rasenflächen und Rasen mähen verboten werden – und erst recht diese Roboter-Rasenmäher – denn damit wird ebenfalls verhindert, dass auf diesen Flächen irgend etwas zum Blühen kommt und an den Stellen wo Rasenfläche ist, kein Busch sein kann. – Also: Bitte konsequent handeln, ansonsten ist eine solche Argumentation als willkürlich entlarvt und entspring ledigleich dem differenten Schönheitsempfinden (oder einem gewissen Neid wegen der Arbeitsersparnis, die sich der Nachbar macht während ich viel Arbeit mit der Pflege meines grünen Vorgartens habe?).

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    1. Hallo Roland, vielen Dank für Deinen Kommentar! Eintönige, „kurzgeschorene“ Rasenflächen sollten in einem Natur- oder Permakulturgarten (unserer Meinung nach) möglichst vermieden werden, denn sie sind nicht nur „pflegeaufwändig“, sondern bieten, wie Du ja auch schreibst, keinen Lebensraum bzw. kaum Nahrung für Insekten. Grundsätzlich passen Maschinen, insbesondere solche, die mit Benzin angetrieben werden (nach unserer Meinung) kaum bzw. gar nicht in einen Permakulturgarten. Aufsitzrasenmäher, Laubbläser und Mäh-Roboter lehnen wir von Permakulturtipps.de daher aus sachlichen und rein subjektiven Gründen ab. ;-) Es ist (nach unserer Meinung) viel besser, möglichst vielfältige Wiesen zu haben und diese im Bedarfsfall mit einer Sense abzumähen, oder noch besser: z. B. Ziegen, Schafe, oder Hühner auf die Fläche zu lassen. Mit Verboten kommen wir nicht weiter, es geht hier um einen“Bewusstseinswandel“. Wir appellieren deswegen an Gartenbesitzerinnen, aber auch an Städte und Gemeinden bzw. deren Grünflächenämter, mehr „Wildwuchs“ zuzulassen. Oft siedeln sich dann schon nach kurzer Zeit schöne Wiesenkräuter wie etwa Wegerich, Kamille, Löwenzahn oder Butterblumen auf einer Rasenfläche an. Wir finden das viel schöner als den sogenannten „englischen Rasen“, der aufwändig vertikuliert, gedüngt und bewässert werden muss und der überhaupt kein geeigneter Lebensraum für Bienen, Hummeln, Igel und andere Mitgeschöpfe ist.- In diesem Sinne: Naturnahe Grüße und alles Gute!

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