Karde im Permakulturgarten
Permakulturgarten

Die Karde: schön und nützlich!

Arten- und Pflanzenvielfalt (Bio-Diversität) ist im Permakulturgarten das A und O. Deswegen sind auch Disteln und andere völlig zu Unrecht als „Unkraut“ bezeichnete Pflanzen hochwillkommen! Besonders schön am Rande eines Natur- bzw. Permakulturgartens macht sich die Karde, die zwar Distel-ähnlich aussieht, aber eigentlich zur Pflanzenfamilie der Geißblätter gehört. Die Karde bevorzugt etwas steinigen Boden oder frische Erde mit etwas Geröll und wächst als schöne, zweijährige Pflanze rund eineinhalb Meter hoch, wenn sie genug Sonne und Wasser bekommt. Die Blätter der Karde bilden am Stengel eine Art Gefäß, in dem sich das Regenwasser sammeln kann. Viele Wanderer wussten dies früher und suchten die Karde auf, um ihren Durst zu stillen. Die stacheligen Blüten der Karde haben eine längliche, ovale Form, sie blühen wunderbar violett und erfreuen Hummeln und andere Nektar suchende Gartenbewohner und besucherinnen. Die Blütenstände der Weber-Karde (Dipsacus sativus) wurden früher zum Kämmen von ungesponnener Wolle verwendet.

Stachelig, geheimnisvoll und voller Kraft: Die Karde ist im Permakulturgarten gern gesehen!

Die Weber-Karde hat noch eine nahe Verwandte, die sogenannte „Wilde Karde“ (Dipsacus fullonum), die ihr ähnlich sieht, aber vielleicht sogar noch etwas schöner blüht. Heute erlebt die Karde eine kleine Wiederentdeckung, denn die Pflanze ist nicht nur ein wertvoller Nektar-Spender für Bienen, Hummeln und andere Insekten: die  Bestandteile ihrer Wurzeln (unter anderem: Scabiosid, Saponine und Iridoide) sollen die Fähigkeit besitzen, an Borreliose erkrankten Menschen zu helfen, in Form einer Tinktur oder eines Tees, – aber auch bei anderen Erkrankungen wie zum Beispiel  Rheuma, Kopfschmerzen oder bei  bestimmten Hautkrankheiten kann das Elixier der Karde nach Ansicht einiger Wildkräuterkenner und -kennerinnen möglicherweise hilfreich sein. Wie immer gibt es kaum wissenschaftliche Beweise für die medizinische Wirksamkeit, daher sollten sich Skeptiker bitte nicht über die bloße Beschreibung der Karde beklagen –  und wie alle anderen auch, in jedem Fall bitte an ihren Hausarzt wenden, wenn sie Genaueres über die medizinische Bedeutung der Karde erfahren möchten. Wie versprechen hier keine medizinischen Wunder, sondern wollen vor allem dazu beitragen, dass  die Karde wieder als schöne Gartenpflanze bekannt wird!

Fast wie Miraculix: Echtes Druiden-Elixir selbermachen

Um eine kräftige Karden-Tinktur oder einen Tee zu gewinnen, werden die frisch geernteten Wurzeln der Karde kurz in  Wasser aufgekocht und dann abgedeckt an einem kühlen Ort für etwa 2 Wochen lang in dem Wasser aufbewahrt. Für einen Tee  kochst Du  die zerkleinerte Wurzel der karde  kurz auf und lässt das Ganze dann  3 bis 4 Minuten  lang ziehen. Wie immer sollte mensch vorsichtig sein und den Tee zunächst nur in Maßen bzw. kleineren Mengen zu sich nehmen! So findest Du  am besten heraus, ob bzw. wie Dein Organismus die Pflanze verträgt. Im Zweifelsfall und insbesondere, wenn Vorerkrankungen oder Allergien bekannt sind, ist vor dem Verzehr jedoch auf jeden Fall der Arzt zu konsultieren!

Nicht nur die Verwendungsmöglichkeit als Tee oder Tinktur macht die Karde zu einer nützlichen Pflanze im Permakulturgarten: besonders schön ist allein schon ihre Erscheinung: die aufrechte Form, ihre interessante Blattform und die wundervollen Blüten!


Rechtlicher Hinweis:

Permakulturtipps.de weist hiermit ausdrücklich darauf hin, dass dieser Beitrag kein Heilversprechen darstellt und dass die Inhalte unserer Website nur allgemeine Hinweise enthalten, die sich nicht zur Selbstdiagnose oder Behandlung eignen. Sie können einen Arztbesuch, die qualifizierte Beratung, Diagnostik und Therapie durch einen Arzt nicht ersetzen. Wir weisen ferner darauf hin, dass wir in all unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben. Alle Angaben zu Heilkräutern und ihrer Wirkung stellen keinen medizinischen Rat dar, sondern geben nur unsere persönliche Meinung wieder. Im Zweifelsfall ist daher stets der Arzt oder Apotheker zu Rate zu ziehen!

Mehr über die Karde – im Permakultur-ABC von Permakulturtipps.de!

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