Permakultur Matomo zaehler

Glyphosat ist Pfui
Ernährung und Gesundheit Garten und Pflanzen NEWS

Glyphosat stoppen!

Landwirtschaftminister Christian Schmidt (CSU) hat in dieser Woche in Brüssel für die Bundesregierung einer Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Herbizits Glyphosat zugestimmt

– angeblich im „Alleingang“, und Kanzlerin Merkel (CDU) war ahnungslos … Wer das glaubt, der glaubt vermutlich auch an den Weihnachtsmann. Glyphosat ist ein Milliardengeschäft für die Hersteller. Und es bedroht uns alle! Deswegen werden wir auch weiterhin protestieren und Aktionen unterstützen, die sich für einen Erhalt der Artenvielfalt, ökologischen Landbau und den Verbot von Gift und Massentierhaltung einsetzen! Zur aktuellen Kampagne des BUND geht’s hier. Schreibt jetzt eine Protest-Mitteilung an Frau Merkel – mitmachen und weitersagen!

Protest gegen Glyphosat – nur „Stimmungsmache?“

Leider bezeichnen einige konventionelle Landwirte den Protest gegen Glyphosat als „Stimmungsmache“, spielen die beleidigte Leberwurst und beharren darauf, dass sie einen „Superjob“ machen und „die Weltbevölkerung ernähren“. Fakten, wie die kürzlich veröffentlichte Studie zum Insektensterben, werden vom Bauernverband geleugnet oder verharmlost. Einige Vertreter der industriellen Landwirtschaft argumentieren sogar, Glyphosat würde zum Schutz von Bodenlebewesen beitragen: weil durch das Abtöten des sogenannten „Unkrauts“ durch das Glyphosat ja kein Umpflügen des Bodens mehr nötig sei. Diese Argumentation ist so skurril, dass sich Permakulturfreundinnen eigentlich gar nicht damit beschäftigen möchten! Trotzdem: wir geben die Hoffnung nicht auf! Jedem Landwirt, der noch Glyphosat (und andere Herbizide und Ackergifte!) benutzt, sei das Buch „Der große Weg hat kein Tor“ von Masanobu Fukuoka empfohlen. Dort ist  sehr gut beschrieben, welches Naturverständnis und welche Methoden wir entwickeln und einsetzen könnten, um diesen Planeten für uns und nachfolgende Generationen zu erhalten! Das Buch spendet Seelenheil – und ist eine wohltuende Abwechslung zur Lektüre des Bayer- oder Syngenta-Produktkataloges! Und wem Fukuoka zu fernöstlich oder esoterisch ist, der findet vielleicht in Sepp Holzer, dem bodenständigen und kontrovers beurteilten „Agrar-Rebellen“ aus Österreich einen glaubwürdigen Lehrmeister und liest mal dessen Schriften?

Es geht nicht nur um Glyphosat!

Den vielen Menschen, die in diesen Tagen gegen Glyphosat protestieren geht es nicht nur um diesen einen Giftstoff. Der Protest richtet sich im Prinzip selbstverständlich auch gegen andere Agrar-Gifte, die auf den  Feldern versprüht werden und dort Schaden anrichten, Insekten und andere Lebewesen töten und in das Grundwasser gelangen! Und es geht selbstverständlich auch um die viel zu hohen Güllle-Einträge, die hohe Nitratbelastung der Böden  und andere Entwicklungen! Kurzum: das gesamte System der mit EU-Milliarden subventionierten, gnadenlos auf „Effizienz“ getrimmten, industriellen Landwirtschaft gehört auf den Prüfstand, denn es manövriert uns in eine Sackgasse. Wir müssen jetzt eine fatale Entwicklung der Landwirtschaft stoppen, in der immer mehr die großen Saatgut- und Chemiekonzerne darüber bestimmen, wie unsere Lebensmittel produziert werden!

Gute Nachricht: Es geht auch anders!

Wir brauchen dringend ein anderes, ökologisches und wirklich nachhaltiges Verständnis von Landwirtschaft – dazu gehören der weitgehende Verzicht auf Agrargifte, Kreislaufdenken, ein Abschied von der Vorstellung des grenzenlosen Wachstums, die Rückbesinnung auf kleinere, überschaubare Strukturen, artgerechte Tierhaltung, offene Weidehaltung und vieles andere mehr! Und ja,das kostet Geld bzw. bedeutet „Verzicht“! eine Kreuzfahrt in die Karibik oder in die  Antarktis ist dann vielleicht nicht mehr drin! ;-) Das Gute ist, es gibt Hoffnung: denn immer mehr Menschen vollziehen diese „Agrarwende“ bereits im Kleinen, denken um, bauen selbst Gemüse an, unterstützen kleine landwirtschaftliche Betriebe, kaufen Ökoprodukte, verzichten auf Billig-Fleisch usw.!

Einladung an alle – von Mutter Erde

Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: jeder Landwirt, der heute noch konventionell wirtschaftet ist eingeladen, sich aus dem Netz der Agrar-Subventionen und der Abhängigkeit von den großen Agrarkonzernen zu befreien! Das Konzept der Permakultur und die Tür zu den wunderbaren Schönheiten von „Mutter Erde“ steht jedem offen! Ein Anfang wäre es vielleicht schon, den Laubbläser endlich abzuschaffen, etwas „Wildwuchs“ zuzulassen und sich vom Gedanken einer flurbereinigten, sauberen „Kulturlandschaft“ mit gestutzten Hecken und angeblich „gepflegten“ Ackerrändern zu trennen (siehe Foto) – denn hier könnten unsere Mitgeschöpfe, wie zum Beispiel Igel, Feldlerche, Goldammmer, Hase & Co. wunderbar leben und Unterschlupf finden!

Kahlschlag am Ackerrand: muss das sein?
Kahlschlag am Ackerrand: muss das sein?
Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen