Permakultur Matomo zaehler

Herbstlaub
Garten und Pflanzen

Permakultur: Laub auf Beeten verteilen

Goldener Herbst – doch wohin mit den vielen Blättern? Was kann man mit dem Laub sinnvollerweise machen? Statt es in einem Akt blinder Naturentfremdung und unter Erzeugung von viel Lärm,  Staub und CO-2-Emissionen von A nach B zu befördern, wie es Laubbläser-Besitzer so gerne tun? Freundinnen und Freunde der Permakultur lassen die Blätter-Pracht einfach liegen!  ;-) Und dort, wo das nicht geht, weil sonst Rutschgefahr droht, wird das Laub eben mit einem handelsüblichen Rechen etwas zur Seite gefegt!

Ist im Garten genug Platz, so kann das Herbstlaub von den Wegen dort zu einem großen Haufen zusammengetragen und anschließend mit etwas Erde, ein paar Ästen und Zweigen beschwert werden. Mit Glück zieht hier der Igel ein, und das wärmende Laub hilft dem nützlichen Stacheltier bei der Überwinterung!

Auch als Tischdekoration eignen sich ein paar schöne Blätter sehr gut und sorgen für ein stimmungsvolles Tafel-Ambiente. Besonders schön sind z. B. Ahorn-, Kastanien- oder Weinblätter!

Weinblätter im Herbst
Weinblätter im Herbst

Im Natur – und Permakulturgarten ist Laub eine wertvolle Ressource!  Denn Laub schmeckt den Regenwürmern und verrottet mit der Zeit zu wunderbarem Kompost! Wichtig für nährstoffreiche und ausgewogene Kompostererde ist dabei eine gute Mischung mit anderem Pflanzenmaterial. Dazu gehören zum  Beispiel Grünschnitt, Küchenabfälle, Stroh und andere, organischen Komponten, wie etwa Hühner- oder Pferdemist.

Laub als Mulchschicht auf dem Beet

Auch als Mulchschicht auf dem Beet ist Laub gut geeignet. Zu beachten ist allerdings, dass Eichenlaub wegen des hohen Gerbsäure-Anteils im Frühjahr wieder etwas vom Beet genommen werden sollte!  Der  Boden könnte soinst  zu sauer bzw. alkalisch werden. Gemüsepflanzen würden dann nur schlecht gedeihen. Ähnliches gilt auch für das Laub anderer Bäume, wie z.B. Walnuss, Esche und Robinie. Am besten ist immer eine „Laub-Mischung“ verschiedener Bäume; die idealerrweise mit etwas Stroh, Grünschnitt und anderem Pflanzenmaterial vermischt und dann auf dem Beet verteilt wird! So entsteht eine feuchte und wärmende Schicht, die das Bodenleben im Winter schützt.

„Hilfe, mein Nachbar benutzt immernoch einen Laubbläser!“

Feinstaub, Lärm und kahle Böden … Traurig, aber wahr: es gibt in Deutschland noch immer kein gesetzliches Verbot von Laubbläsern und Laubsaugern. (Ob die Geräte nun mit Benzin oder Strom betrieben werden ist aus ökologischer Sicht im Prinzip nur ein gradueller Unterschied.) Immer mehr Menschen fragen sich, wie sie sich in Zeiten des Klimawandels klug und richtig verhalten, wenn sie den Einsatz dieser  lärmenden Laubentferner „hautnah“ miterleben. Auch wir haben dafür kein Patentrezept. Am besten ist es vermutlich, Ruhe zu bewahren und bei Gelegenheit betont freundlich und sachlich auf einige Fakten aufmerksam zu machen. Informationen zur Laubbläser-Problematik gibt es ja genug, zum Beispiel hier:

https://thueringen.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/laubsauger/

Wie wichtig Beharrlichkeit und Ausdauer sind, um Veränderungen zu bewirken, das zeigen ja nicht zuletzt die Proteste am Hambacher Forst ganz gut! Wir werden die politisch Verantwortlichen daher wohl auch weiterhin auffordern müssen, sich im Rahmen von Klima- und Naturschutz auch mit vermeintlichen „Kleinigkeiten“ abzugeben. Vielleicht wird dann ja doch noch irgendwann ein flächendeckendes Verbot von Laubbläsern (und -saugern) beschlossen!  ;-)

 

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