Garten und Pflanzen

Steine – stumme, magische Gesellen

Wunderschön und „steinalt“:

Feldsteine dürfen in keinem Permakultur-Garten fehlen. Denn unter Ihnen kann sich Feuchtigkeit sammeln und es entsteht ein tolles Versteck für Kröten, Käfer und andere nützliche Tiere. Darüber hinaus sehen natürliche Steine sehr schön aus. Hat man viele von ihnen, kann man eine kleine Mauer oder Beeteinfasssung aus ihnen machen. Am besten verzichtet man dabei völlig auf Zement oder gar Beton! Viel schöner und auch besser für die Umwelt sind Trockensteinmauern!

Damit die kleine Natursteinmauer gut steht, bettet man die Steine in ein Fundament, z.B. aus Kieselsteinen, Schotter, verdichtetem Lehm oder gestampften Sand. Bei Bedarf kann man die Zwischenräume der Steinmauer auch mit kleineren Kieselsteinen und Erde ausfüllen, dadurch bekommt sie zusätzlichen Halt. Kleine Unregelmäßigkeiten in so einer Steinmauer wirken übrigens weitaus schöner als eine perfekt und womöglich noch mit dem Winkel gezogene Mauer ( hinter der dann wohlmöglich auch noch Gartenzwerge und eine gräßlich anzuschauende, lebensfeindliche Tuja- oder Kirschloorbeerhecke „zu bewundern“ sind)! Zur Bepflanzung einer Natursteinmauer eignen sich verschiedene Kräuter, wie zum Beispiel Majoran oder Thymian, aber auch andere Pflanzen wie zum Beispiel Sedum, Hauswurz oder Glockenblumen, je nach Sonenlicht und Feuchtigkeit. Anzustreben ist dabei wie immer, eine möglichst große Arten-Vielfalt, oder wie es so schön im zertifizierten Permakultur-Fachchinessich heisst: „Bio-Diversität„! ;-)

Also, ruhig etwas Mut zur Lücke, heißt die Devise, denn da schaffen sich die Pflanzen in der Mauer ihren Lebensraum! Das Bepinseln von Steinen mit Ölfarbe ist natürlich ein absolutes No-Go. Viel schöner ist es, die natürliche Farbe und Struktur eines Steines bleiben erhalten! Chemie und Synthetik haben im Permakulturgarten nichts verloren. Ausserdem gebietet es ja eigentlich schon der Respekt vor einem alten Stein, ihn nicht zu verunzieren…

Müssen größere Steine im Garten bewegt werden, macht man sich die Hebelwirkung zu nutze und transportiert sie gemeinsam mit guten Freunden über Holzpflöcke oder Holzbohlen. Wie bei Asterix und Obelix kann auch etwas Zaubertrank und die richtige Stärkung nicht schaden. Darüber hinaus können auch eine Seilwinde oder eine Sackkarre beim Transport im Garten hilfreich sein. Neben einem großen, einzelnen Stein im Permakulturgarten wirkt zum Beispiel ein Weißdornbusch besonders schön – und er bietet im Frühling einen guten Brutplatz für den Ortolan oder andere gefiederte Freunde.

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