Permakultur Matomo zaehler

Staketenzaun aus Eiche
Garten und Pflanzen

Welchen Zaun für den Permakulturgarten?

Wer das Glück hat, seinen eigenen Garten nach Permakulturprinzipien zu gestalten, steht irgendwann auch vor der Frage, welchen Gartenzaun er verwendet. Gerade wenn man zum Beispiel Hühner, Schafe oder andere Tiere hat, erfüllt der Zaun eine wichtige Aufgabe, denn er hält zum Beispiel Ziegen vom Verzehren von Salat und Gartenkräutern ab. Auch zur Einfriedung eines Vorgartens ist ein Zaun sinnvoll – und spätestens hier kommen auch ästhetische Überlegungen ins Spiel. Ein Jägerzaun, eventuell auch noch mit schädlichen Farben oder Teeröl gestrichen,  ist für den wahren Permakulturfreund natürlich absolut keine Option! Im Permakulturgarten achten wir auf natürliche Materialien für den Zaunbau und verzichten auf Holzschutzfarbe aus dem Baumarkt!

Ökologisch: Trockenmauer und Benjeshecke

Viel schöner und ökologisch sinnvoller als Maschendrahtzäune, pulverbeschichtete Edelstahl-Zäune oder genormte Holzwände aus dem Baumarkt sind zum Beispiel Trockenmauern aus Feldsteinen, lebende Hecken aus Weißdorn, Hainbuche und anderen Pflanzen oder eine Benjeshecke aus aufgeschichteten Ästen und anderem Pflanzenmaterial, denn darin finden auch nützliche Tiere wie zum Beispiel Salamander, Zaunkönig, Igel oder Erdkröte einen Unterschlupf. Vor allem  „lebende“ Hecken, z. B.  aus Weißdorn, Heckenrosen oder Feuerdorn ergeben nach einigen Jahren eine gute Einfriedung bzw. Abgrenzung des Gartens, müssen allerdings regelmäßig geschnitten werden.

Selbstbau-Zaun aus Restholz

Mit Recycling zum günstigen Öko- Zaun? Wer sich  für einen selbstgebauten Holzzaun entscheidet, kann sich kostengünstig aus Paletten oder anderem Restholz einen Zaun bauen! Am besten nur unbehandeltes Holz verwenden und auf konstruktiven Holzzschutz achten! (Erdkontakt der Zaunlatten vermeiden, Pfosten und Latten oben abschrägen, damit das Wasser ablaufen kann; Zaunpfähle gegen Verrottung ankohlen.)  Besonders stabil und haltbar wird der Zaun, wenn man die Pfähle mit sogenannten Bodeneinschlaghülsen aus Metall im Boden verankert! Tipp: wenn möglich, sollte man dabei auf Beton verzichten; denn so ist der Zaun später einfacher zu entfernen oder zu erneuern, ausserdem versiegelt man so keinen Gartenboden und schafft eine reversible, umweltschonendere Lösung!  Es reicht meist völlig aus, wenn die Pfähle bzw. Einschlaghülsen sich in einer gut verdichteten Sand-/ Schotter- bzw. Lehmschicht befinden, vorausgesetzt, sie sind tief genug im Boden eingegraben. (Bei ca. 2 Meter Zaunhöhe also mindestens 80 cm tief.)

Schön und natürlich: Staketen- und Weidenzäune

Besonders schön und natürlich sieht ein Zaun aus selbstgeflochtenen Weiden- oder Haselnussruten aus, hier ist allerdings ein gewisses handwerkliches Geschick gefragt. Für Permakultur-Freunde ist der traditionelle Staketenzaun eine weitere, formschöne und ansehnliche Alternative, dabei werden die einzelne Ruten bzw. Zaunelemente mit Draht verbunden. Staketenenzäune werden meist aus sehr robustem, langlebigem Kastanien- oder Lärchenholz angefertigt und müssen nicht gestrichen werden. Man kann aber auch andere Holzarten und Äste verwenden, die gerade zur Verfügung stehen! Wie man sich einen schönen und  flexiblen Staketenzaun aus Haselnussruten günstig selberbauen kann, wird im folgenden  Youtube-Film anschaulich erläutert. Anmerkung: statt die einzelnen Ruten/Äste des Zaunes  aufwendig mit Draht zu umwickeln und so festzuzurren, könnte man die Ruten auch jeweils mit dem Bohrer mit 2 oder 3 Löchern  versehen, und den Draht dann durch diese  (jeweils 2 mal) hindurchziehen und die Zaun-Elemente so miteinander verbinden.

Staketenzaun kaufen und aufbauen

Wer keine Zeit oder kein Geschick zum Selberbauen hat, und über die erforderlichen Mittel verfügt, kann sich einen Staketenzaun natürlich auch beim Händler kaufen. Ein Preisvergleich lohnt sich!  Und der Aufbau geht relativ schnell, denn der Staketenzaun wird in Rollenform geliefert. Übrigens: Wer seinen Zaun im fortgeschrittenen Winter oder Frühjahr bestellt, kann gelegentlich  von Sonderpreisen profitieren oder Restposten erhalten, denn in der Regel werden Zäune ja im Herbst aufgebaut! Aber auch das zeitige Frühjahr ist für den Zaunbau noch geeignet, vorausgesetzt, der Boden ist frostfrei! Sobald die Vögel mit dem Brüten beginnen ist der Zaun-Bau nicht mehr möglich, denn die gefiederten Freunde sollte man in dieser Phase auf keinen Fall stören! Die sogenannte „Brut- und Setzzeit“ gilt in vielen Bundesländern vom 1.April bis 15. Juli; in einigen Bundesländern beginnt sie aber auch schon früher oder endet später. Erkundige Dich daher bitte ggf. vorher bei Deiner Gemeinde / bei der für Dich zuständigen Verwaltung!

Fazit: ein schöner Natur-Zaun aus Holz ist einem Metall-Zaun im eintönigen Industrie-Design oder einer abweisenden Stein-Gabione auf jeden Fall vorzuziehen, denn er ist ökologisch wertvoller und demonstriert als Visitenkarte des Hauses zugleich nachhaltig guten Geschmack und permakulturelle Lebensfreude!

Foto: Copyright 2016 by www.permakulturtipps.de – Alle Rechte vorbehalten!

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