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Permakultur als alternative Lebensweise

Raus aus dem Hamsterrad – mit Permakultur!

Die Suche nach Alternativen zum konsumistischen Lebenstil unserer Tage ist für immer mehr Menschen ein wichtiges Thema. Gründe dafür gibt’s genug: kaum noch bezahlbare Wohnungen in deutschen Innenstädten, Diesel-Smog und Stau, Glyphosat-belastete Lebensmittel, an der Kasse ständig quengelige Kinder, Konsumzwang … und dann auch noch immer diese schlechte Laune im Büro …  ;-) Ohnehin prognostizieren Arbeitswissenschaftler und Philosophen wie z. B. Richard David Prechtdass im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung in den nächsten Jahren Millionen von Arbeitsplätzen wegfallen könnten. Ein Leben, bei dem sich nicht alles um den Job, das liebe Geld und den aktuellen „Tatort“ dreht, wäre also nicht sooo verkehrt! Doch wie geht man vor, wenn man alternative Lebensformen praktizieren möchte? Wir stellen einige Ideen und Menschen vor, die zeigen, wie man das Projekt „Leben 2.0“ in Angriff nehmen kann!

Wo und wie kann man Permakultur als alternative Lebensweise praktizieren?

Prinzipien der Permakultur kann man praktisch überall praktizieren, man braucht noch nicht einmal unbedingt einen eigenen Garten oder ein eigenes Grundstück! Auch wenn so ein eigener Garten natürlich für viele ein Traum ist! Bewusst (und weniger) konsumieren, Bio-Lebensmittel einkaufen, sich in Repair-Cafés oder der solidarischen Landwirtschaft engagieren – all das sind bereits alternative Strategien und Elemente der Permakultur, die wir gut in unseren Alltag integrieren könnnen!  Natürlich gehört dazu auch weniger (am besten gar kein) seichter Fernseh-Konsum, der Verzicht auf Fleisch aus Massentierhaltung und gespritztes Obst und Gemüse, sowie eine weitgehend Plastik-freie Lebensweise!

Minimalismus und weniger Konsum als alternatives Lebens-Konzept

Ein Leben mit weniger Konsum ist möglich und gehört zur alternativen Lebensweise. Jeder ist eingeladen dies zu tun –  alleine, aber noch viel besser: gemeinsam mit Gleichgesinnten! Hoffnungsvolle Ansätze und Gemeinschaftsprojekte, denen man sich anschließen kann, gibt es viele, beispielsweise das Ökodorf Siebenlinden, oder zahlreiche andere Initiativen und Projekte, z. B. im Wendland, wo der Widerstand gegen das geplante atomare Endlager die Menschen besonders zusammengeschweißt und verbunden hat!  (Dort, im Wendland, ging gerade die „Kulturelle Landpartie“ zuende, eines der größten selbstorganisierten Kulturfestivals Deutschlands. Alle, die Wendländer werden möchten, sollen jetzt in einer eigens gegründeten Willkommens-Agentur unterstützt werden.)

Aussteigen?  Wie geht das?

Wer ganz mit der städtischen, konsumorientierten Lebensweise brechen und etwas anderes probieren möchte, der sollte das Ganze sorgfältig planen und am besten vorher mit Menschen sprechen, die diesen Schritt gegangen sind. Tipp: Wenn Du die finanziellen Möglichkeiten hast: kaufe Dir ein altes  Haus mit Grundstück bzw. Garten und renoviere es, am besten gemeinsam mit Freunden, zum Beispiel im Wendland! Bis es soweit ist: recherchiere und lese alles über Selbstversorgung und Permakultur, versuche, Deine handwerklichen Fähigkeiten zu verbessern und tausche Dich mit anderen Menschen aus, die bereits alternative Lebensformen praktizieren!

Interessante Beispiele für Aussteiger und alternative Lebenskonzepte gibt es mehr als genug. Wie etwa den eigenwilligen Selbstversorger Gottfried, der auf ca. 10 Hektar Land in Niedersachsen alles produziert, was er braucht –  ohne Strom, Plastik und fließendes Wasser. Gotttfrieds (relativ radikalen) Schritt und seinen Alltag hat der Regisseur Gregor Bialas 2012 in einer rd. 40-minütigen ZDF-Dokumentation porträtiert. Wer den Film noch nicht kennt, wir finden: immernoch höchst sehenswert!

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Video-Link: https://youtu.be/n1cJTODlYB4?t=25s

Vielleicht hat nicht jeder das Ziel bzw.  Lust, sein Leben und den Kontakt zur Außenwelt so zu gestalten wie Gottfried – natürlich gibt es auch noch andere Optionen und Wege! Sehr sympathisch und inspirierend sind da auch Val und Eli, die vor einigen Jahren in Florida einen fantastischen  Permakulturgarten kultiviert  haben, und auch andere Menschen in puncto Permakultur-Design unterstützen und beraten!  Leider ist der Youtube-Film über das Permakultur-Projekt von Eli und Val nur auf Englisch und nicht in Gebärdensprache verfügbar, wir möchten ihn Euch aber trotzdem nicht vorenthalten …  Viel Spaß!  ;-)

Val und Eli: Permakultur-Paradies in Florida

 

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Video-Link: https://youtu.be/s1BpauXRp6U

 

PS: die auf dem Beitragsfoto abgebildetet Flusspferde sind in Afika beheimatete Pflanzenfresser, die sich übrigens auch unter Wasser sehr anmutig fortbewegen können. Flusspferde praktizieren einen naturnahen Lebenstil ohne Geld, teure Flugreisen und Fleischkonsum und können daher ohne weiteres als Ikonen bzw. Vorbilder einer alternativen Lebensweise betrachtet werden :-). Eine sorgfältige Überprüfung der gültigen Rechtsnormen ergab, dass eine Einverständniserklärung der Flusspferde nach den neuen Richtlinien der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bis auf weiteres nicht erforderlich ist. Achtung,  Satire … ;-)

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