Gesund und lecker im Winter: Bio-Brokkoli und Brokkolisprossen!

Brokkkolisprossen? Eignen sich prima, um Salate, Dressings oder Saucen zu verfeinern, aber auch zu Kartoffeln, oder mit etwas Quark auf Brot (das Permakulturfreunde natürlich am liebsten selber backen) schmecken sie köstlich! Und Brokkollisprossen sind sehr gesund: denn sie sind reich an Vitaminen, Flavonoiden und Antioxidantien! Diese Inhaltsstoffe stärken unsere Immunabwehr und tragen so dazu bei, den  Körper vor Entzündungen und schädlichen Bakterien zu schützen! Das in Brokkoli enthaltene Sulforaphan, ein Senföl, wird sogar in der Krebstherapie eingesetzt – und soll sich auch bei Arthrose positiv auf den Körper auswirken. Doch wo bekommt man die Sprossen – oder wie kann man sie selber kultivieren?

Brokkolisprossen – Superfood zum Selbstanbau

Leider sind Brokkkolisprossen in Deutschland nicht überall erhältlich, aber man kann sich gut (und völlig legal!)  behelfen: in dem man sich Bio-Brokkolisamen kauft und diese selbst keimen lässt! Auf der Fensterbank, in einem Keimglas oder einem kleinen Gewächshaus: das geht auch sehr gut im Winter, wenn man die Saat vor Kälte schützt und drei bis vier Tage lang immer gut und ausreichend wässert! Wie immer sollte man darauf achten, wo man das Saatgut bzw. die Keimsaat bestellt; denn Unternehmen, die nebenbei auch noch Gentechnik oder Glyphosat unterstützen verbieten sich natürlich von selbst! Achtet also am besten auf Bioqualität! Gute Brokkoli- Samen erhält man nicht überall, aber es gibt schon einige gute Anbieter, zum Beispiel Demeter, Alfalfa oder Kraftfuttermischwerk! Der Preis für Brokkolisamen beträgt zurzeit (November 2017) ungefähr 25 Euro pro Kilo.

Brokolisaat selber keimen lassen: so geht’s

Die Brokkolisamen bei etwa 15-20 Grad für zwei Stunden in einer Schale Wasser einweichen lassen, dann durch ein Sieb gießen und für 24 Stunden in einem großen Glas an einen hellen Ort stellen, zum Beispiel auf die Fensterbank. Wichtig: Die Temperatur sollte konstant bei etwa 15 bis 20 Grad liegen! Man kann die Brokkolisaat auch auf einem sauberen, etwas angefeuchteten Kuchentuch verteilen; oder man kauft sich eine speziell dafür angefertigte Keimsprossenbox oder eine Keimschale.

Am nächsten Tag werden die Brokkolisamen ertneut  für 2 Stunden in Wasser eingeweicht, in ein Sieb gegeben und wandern anschließend wieder zurück in das Keimgefäß. Diese Schritte muss man täglich,  etwa 3 oder 4 Tage lang, wiederholen, bis sich Keime zeigen. Die Brokkolisprossen lässt man dann solange wachsen, bis sie die gewünschte  Größe haben. Die Sprossen sehen übrigens ähnlich aus wie Sojasprossen und schmecken etwas wie Kresse, haben also eine angenehme Schärfe. Guten Appetit!

Brokkolisprossen richtig dosieren – Wieviel ist gesund?

Brokkolisprossen sind, wie gesagt sehr gesund, zu viele sollte man allerdings nicht davon essen, denn sie enthalten Senföl und können, im Übermaß verzehrt, zum Beispiel den Magen reizen. Am besten probiert man daher zunächst nur eine kleine Menge davon – und wartet dann erst einmal ab, wie der Körper die Sprossen verträgt!  Grundsätzlich kann man aber wohl davon ausgehen, dass täglich eine Hand voll Brokkoli-Sprossen für einen ausgewachsenen, gesunden Menschen nicht schädlich sind, vorausgesetzt es werden auch noch genügend andere gesunde  Lebensmitttel verzehrt!

Auch die ungekeimten Brokkoli-Samen kann man übrigens  gut essen, und damit seine Mahlzeiten verfeinern!  Verzehrt man die Brokkoli-Samen, muss man mit der Dosoerung  allerdings vorsichtiger sein, denn die Samen enthalten die Inhaltsstoffe in konzentrierter Form!  Mehr als etwa 2 Gramm Brokkoli-Samen am Tag sollte man nicht essen –  das ist etwa ein  halber Teelöffel voll. Auch hier gilt: immer erst einmal nur eine geringe Menge probieren und dann abwarten, wie der Körper die Brokkolisamen verträgt!

Keinen Sprossen zur Hand? Brokkoli richtig zubereiten!

Natürlich ist auch die “klassische Variante”, der Brokkoli an sich, sehr gesund! Leider ist Brokkoli  jedoch sehr frostempfindlich und stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden. Der Selbstanbau im Permakulturgarten von Brokkoli hier bei uns in Deutschland ist daher sehr schwierig und aufwendig. Der meiste Brokkoli kommt aus Italien und Spanien. Wenn man Brokkoli kauft, lohnt es sich, auf gute Bio-Qualität zu achten! Brokkoli enthält viele wichtige Vitalstoffe und Vitamine, wie z.B. Eisen, Zink und Calcium, Vitamin B, C und E – vorausgesetzt macht kocht ihn nicht – oder nicht zu lange! Am besten ist es, den Brokkoli nur kurz und schonend dampfzugaren, damit die Vitalstoffe nicht zerstört werden! Dazu reichen, je nach Größe des Brokkolis schon etwa  7  bis 10 Minuten aus. Um den Brokkoli gleichmäßig zu garen, kann man den Stil auch vor dem Kochen abschneiden, der Länge nach durchschneiden und einige Minuten vor dem Rest  in das Wasser bzw. den Gartopf geben.

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