Der Öko-Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum-Verkauf beginnt – wir berichten über die aktuellen Öko-Trends auf dem Markt!

Die Verkäufer überbieten sich in dieser Weihnachts-Saison mit nachhaltigen Ideen und wegweisenden Innovationen im Sinne der Permakultur. Gerade gewachsen, mit sattgrünen Nadeln und ebenmäßig angeordneten Zweigen oder nicht? Eigentlich völlig egal! Hauptsache, der Weihnachtsbaum ist öko-zertifiziert und stammt nicht aus einer Monokultur oder Plantage, in der Glyphosat und andere Pestizide und Herbizide gespritzt wurden! Gut ist es auch, wenn der Tannenbaum ganz natürlich und “frei” im Wald aufwachsen konnte! Also ohne einen hohen Industriezaun drum herum, den Tiere nicht überwinden können!

Hier sind die Öko-Alternativen zum 0815-Baum!

Für viele umweltbewusste Baumkäufer startet am 1. Adventswochenende das Rennen um die ökologisch unbedenkliche Tanne. „Wir beobachten heute den Trend zu mehr ökologischer Verantwortung, hin zum regionalen, klimaneutralen und ohne Gifteinsatz erzeugten Weihnachtsbaum im Sinne der Permakultur“, sagte uns Tatjana Tannenzweig vom Bundesverband der permakulturellen Weihnachtsbaumfreunde (BPWF). Im Trend liegen regional gewachsene Bäume aus nachhaltiger Forstwirtschaft und artenreichen Mischwäldern, auf denen zu Lebzeiten Eichhörnchen, Wiedehopf und Tannenmeise herumturnen konnten!  Bäume also, die in der freien Natur, ohne den Einsatz von Mineraldünger und Totalherbiziden wie z.B. Glyphosat heranwachsen!  Am besten möglichst klein und mit Wurzelballen! Denn so lässt sich der Baum nach den Feiertagen gut wieder einpflanzen, vorausgesetzt man giesst ihn vorher regelmäßig und lässt  ihn nicht zu lange im Warmen stehen! Doch der Markt kann die große Nachfrage kaum stillen! Deswegen  sind kreative Lösungen gefragt wie nie!

Weihnachtsbaum-Plantage: Out,  Fantasie: in

Wer erst kurz vor dem Fest zum Bio-Weihnachtsbaum-Kauf starte, müsse in der Regel mit kleineren Exemplaren vorliebnehmen oder gehe ganz leer aus, warnt Frau Tannenzweig. „Die A-Qualität des zertifizierten Bio-Weihnachtsbaums ist kurz vor dem 24.  meist restlos ausverkauft“, so die Fachfrau. Doch zum Glück gibt es Alternativen!

Neuer Trend: VR- und Zero-Waste-Christmas-Trees

Gefragt seien unter Liebhabern zunehmend  virtuelle Weihnachtsbäume: zum Beispiel im Kindergarten auf Packpapier gemalte Exemplare. Vorteil: die Ressourcenverschwendung reduziert sich auf ein Minimum, gleichzeitig werden bei der Anfertigung des Weihnachtsbaumersatzes wichtige Kreativitätstechniken und social skills eingeübt. Eine tolle Sache! Ein absolutes No-Go seien vor allem genormte 0815/-Weihnachtsbäume, die per Mausklick bestellt und von Paketdiensten geliefert werden. Grund: Dumpinglöhne für die Auslieferer und noch dazu die verheerende CO-2-Bilanz solcher Aktionen! Um Reklamationen kritischer Öko-Weihnachtsbaumliebhaber nach dem Kauf preisreduzierter Exemplare der Permakultur-Qualitätsstufe C zu vermeiden, bietet  sich in der Weihnachtszeit noch eine weitere, alternative Lifestyle-Strategie an: Innehalten, Demut und Verzicht; Zwieback statt Gans und Ente! Getreu der Devise: less is more! Toller Nebeneffekt: schlechte Laune wegen endloser Parkplatzsuche, Geschiebe und Gedrängel auf dem Weihnachtsmarkt  bleiben aus, Fettpolster und “Rettungsringe”  schmelzen wie von selbst! Das Gemüt hellt sich auf, im Vordergrund steht die frohe Weihnachtsbotschaft, und vielleicht wird sogar das Für und Wider unserer modernen Konsumgesellschaft hinterfragt?

14 Euro pro Meter? Muss nicht sein!

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nach Berechnungen des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie fast 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Aber möglicherweise wird sich das schon bald ändern. Denn die neue Maxime heisst: Minimalismus! Neben dem Verzicht auf den Zweitbaum auf dem Balkon oder im Vorgarten könnten sich in Zukunft Öko-Tannenzweige als symbolischer Weihnachtsbaumersatz durchsetzen; etwa als Dekoration auf dem Schreibtisch, berichtet Tatjana Tannenzweig mit einem Augenzwinkern. Wir finden: eine tolle Idee! Denn Nadelbäume, die bei den letzten Herbststürmen ohnehin umgefallen sind, bieten sich für ein ästhetisch ansprechendes und zugleich ökologisch unbedenkliches Recycling an! Und nach dem Fest wandern die Zweige ganz im Sinne der Permakultur auf den Kompost, werden zum Schutz des Bodens vor Kälte auf die Beete gelegt, oder als ökologisches Heizmaterial genutzt. Frohes Fest!

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