Direktsaat

Klingt etwas kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach: Direktsaat bzw. Direktsaat-Landwirtschaft ist eine Methode des Anbaus von Getreide oder Gemüse ohne Bodenbearbeitung, bei der also nicht umgegraben oder gepflügt wird. Direktsaat ist eine wichtige Anbaumethode der Permakultur.

Das Saatgut wird direkt auf den Boden gegeben, auf Maschinen und Geräte wie Pflug oder Spaten wird verzichtet. Der große Vorteil dabei ist, dass so das komplexe Bodenleben nicht gestört wird. Vorausgesetzt, es ist (noch) vorhanden bzw. konnte sich regenerieren und wird gefördert!  Direktsaat funktioniert in der Regel nur in Kombination mit anderen Methoden der Bodenverbesserung, wie z. B.  einer Unterstützung der im Boden lebenden Regenwürmer und Organismen. Dazu gehört der völlige Verzicht auf Agrargifte (Pestizide etc.) und das regelmäßige Mulchen bzw. Belassen von Pflanzenmaterial auf der Fläche, sowie das Anpflanzen  von Mischkulturen. Masanobu Fukuoka, ein wichtiger Vordenker und Praktiker der Permakultur hat die Methode der Direktsaat erfolgreich angewendet und in seinen Schriften erläutert. Auf seinen Feldern gab es stets eine große Vielzahl unterschiedlicher Lebewese und zugleich ausgezeichnete Ernte-Erträge. Wie wichtig es ist, dass sich (noch) konventionell wirtschaftende Landwirte heute mit diesem Thema beschäftigen, und dass es höchste Zeit wird, die Methode der Direktsaat im größeren Maßstab anzuwenden, zeigt zum Beispiel dieser Bericht von Netzfrauen.org

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