Permakultur Matomo zaehler

Igel

Der Igel ist in jedem Permakulturgarten sehr willkommen.

Das stachelige, schnuckelige Säugetier ist ein nachtaktiver Winterschläfer und freut sich ganz besonders im Herbst über ausreichend viel Laub und Äste im Garten, damit es einen guten Winterschlaf halten kann und genug Nahrung findet.

Igel sind daher selbstverständlich auch vehemente Unterstützer von Petitionen gegen Laubbläser und andere überflüssige Produkte der Industrie. Fragen Sie doch mal Ihren Bundestagsabgeordneten, warum er es zwar bedauert, dass die Gletscher schmelzen, aber noch nicht einmal ein gesetzliches Verbot von Laubbläsern auf den Weg bringt!

Das wäre zwar nur eine Kleinigkeit, würde dem Igel aber sehr helfen, und nicht nur dem!

Eine in Deutschland beheimatete Igel-Art ist der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus), es gibt aber auch noch eine Art mit weißer Brust. Der Igel ernährt sich vor allem von Insekten, Würmern, Larven, Schnecken und anderen kleinen Bodenlebewesen.  Dadurch trägt zu einem natürlichen Gleichgewicht in jedem Permakulturgarten bei!

Braunbrustigel
Der Igel  gehört zu den besonderen Freunden von permakulturtipps.de

Wie man dem Igel helfen kann

Leider werden auch Igel in unserer aufgeräumten "Agrarlandschaft" immer seltener, denn sie finden kaum noch Nahrung und geeignete Unterschlüpfe. Wegen der vielen Pestizide und "Pflanzesnschutzmittel" gibt es immer weniger Insekten, Käfer und andere kleine Bodenbewohner.

Vor allem ausreichend viele Käfer benötigt der Igel aber, denn sie gehören zu  einer ausgewogenen Nährstoffversorgung und helfen ihm bei der Verdauung von Würmern.  Deswegen ist es gut, etwas "Wildwuchs" im Garten und in der Landschaft zuzulassen, und auf  Flächenversiegelungen, z. B. durch Asphalt, Betonplatten oder Kies, so weit wie möglich zu verzichten!

Zu kleine, schlecht ernährte oder erkrankte Igel kann man im Herbst bei sogenannten "Igelstationen" abgeben - das sind Einrichtungen, die von Naturfreunden betreut werden, die sich für diese Tierart besonders einsetzen.

Man kann dem Igel auch selbst etwas helfen, z. B. indem man einen kleinen, Wind- und Regenwasser-geschützen Platz im Garten für ihn  schafft, wo er sich verkriechen kann und ungestört ist! Bitte immer vorsichtig beim Kompost-Umschichten sein, denn manchmal hat sich dort ein Igel versteckt, und außerdem: bitte niemals  Löcher, Gruben oder Gräben für längere Zeit im  Garten belassen, denn aus solchen "Fallen" kommt ein Igel nicht mehr selbst heraus.

Hilfreich für die Trinkwasserversorgung des Igels ist auch ein flach abfallender,  seichter Teich, aus dem er zur Not  gut wieder herauskommt,  oder eine Schale frisches, sauberes Wasser. Bitte niemals  Milch anbieten, das verträgt der Igel nicht!

Beim Zaunbau sollte man stets einen Durchschlupf für den Igel belassen, der ausreichend groß ist und in dem er sich nicht verfangen kann.

Ein absolutes "No-Go" sind  Schneckenkorn, Kunstdünger und andere Garten-Gifte, wie zum Beispiel "Round up" !

Wer einmal einen kranken Igel gepflegt hat, der versehentlich davon gegessen hat, oder einen gefunden hat, der elendig daran gestorbenen ist, der weiss warum! Bitte niemals solche Mittel verwenden, sie schaden nur, und es geht auch ohne! Der Igel sagt "Danke!"

Weitere nützliche Informationen hat der NABU in seinem Igelratgeber zusammengefasst!

 

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