Kapok-Baum

Der Kapok-Baum ("Ceiba pentandra") gehört zu den größten Bäumen des tropischen Regenwaldes; im Alter entwickelt er eindrucksvolle Brettwurzeln, die ihn stützen. Seine Früchte sind bis zu 15 cm lange Kapseln, sie beinhalten außer den Samen eine aussergewöhnliche Pflanzenfaser, die ähnlich wie Baumwolle aussieht, sich jedoch nicht verspinnen lässt. Aus diesem Material wird Kapok gewonnen, das vor allem als Füllmaterial für Kissen und Matratzen Verwendung findet, aber auch für die Herstellung von Schwimmwesten und als Dämm- bzw. Isolier-Material genutzt wird. Der Kapokbaum wird auch Wollbaum genannt. Kapokfasern gehören zu den leichtesten Naturfasern der Welt, denn sie können in ihrem Holhlraum viel Luft einschließen, die Oberfläche ist mit einer natürlichen Wachsschicht bedeckt und daher wasserabweisend und schwimmfähig. Aus den Samen des Kapokbaumes lässt sich auch Speiseöl oder Seife gewinnen, denn sie haben einen hohen Fettanteil.

Foto: Courtesy The Biodiversity Heritage Library / www.biodiversitylibrary.org (gemeinfrei)

Der Kapokbaum stammt ursprünglich aus Südamerika und Westafrika, ist heute aber auch in Asien, z. B. in Thailand heimisch.  Die Mayas von Yucatán betrachteten den  Kapokbaum als heiligen Baum, er stellte für sie den Weltenbaum dar, eine Verbindung von Himmel, Erde und Untergrund. Auch bei anderen indigenen Völkern, beispielsweise in Peru, entlang des Amazonas  spielt der Baum eine wichtige Rolle und ist Teil der Mythologie. (Quelle: Wikipedia)


Geöffnete Kapokfrucht bzw. Kapsel. © J.M. Garg / Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA-3.0 / GFDL

 

Einen sehr interessanten Artikel zum Kapokbaum (und seiner Bedeutung in Thailand)  gibt es hier,  in englischer Sprache.
Der Kapokbaum erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die letzten verbleibenden Regenwälder auf diesem Planeten vor der Zerstörung zu retten! Höchste Zeit, endlich die Vorstellung von ungebremstem "Wachstum" zu beenden, und für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen und den Schutz indigener Völker einzutreten!

Mehr über die Kapok-Matratze

 

 

 

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die interessanten Erklärungen zum Kapokbaum !
    Vor 30 Jahren hatte ich schon mal eine Kapokmatratze und fand sie optimal weil ich auf weichen Matratzen Rückenprobleme bekomme. Die „Härte“ war für mich im Gebrauch nie spürbar weil das Material gut nachgibt und auch nach langjährigem Gebrauch nicht durchliegt. Die Pflegehinweise kann ich nur bestätigen: gelegentlich wenden, abbürsten bzw. absaugen und sie nach Möglichkeit zum Lüften in die Sonne legen – das reicht völlig aus um sie sauber zu halten. Nachdem mir mal eine volle Wasserflasche im Bett ausgelaufen war, war die Matratze in der Sonne nach nur einem Tag wieder vollständig trocken. Außerdem sorgt das natürliche Material dafür, dass man auch in warmen Nächten kaum schwitzt. Im Sommer fühlt die Matratze sich angenehm kühl an und im Winter wärmt sie spürbar.
    Nach 10 Jahren war die Kapokmatratze noch wie neu und mein Ex – Mann hat sie noch weitere 10 Jahre benutzt – nach seinem Tod wurde sie leider von seinem Vermieter entsorgt, ansonsten hätte ich sie gerne wieder übernommen weil sie immer noch vollkommen ok war – eine Anschaffung für´s Leben sozusagen und dafür extrem preiswert.
    Danke Euch auch für den Hinweis auf den ökologisch unbedenkliche Herkunft (unbehandelter Wildwuchs) und die Produktionsbedingungen, die noch etwas transparenter sein könnten: dass die Hersteller dadurch ihr Auskommen in den Dörfern haben ist ein guter Ansatz, aber wenn wirklich sichergestellt wäre, dass die Leute für die sicher nicht leichte Arbeit mehr an diesem hervorragenden Produkt verdienen, würde ich auch gerne entsprechend mehr dafür zahlen.
    Jedenfalls freue ich mich schon auf meine neue Kapokmatratze und kann diese Anschaffung nur wärmstens weiterempfehlen !!!

    1. Schön zu hören, dass der Artikel Dir gefallen hat; Dankeschön für das Feedback – und für den kleinen, zusätzlichen Kapokmatratzen-Erfahrungsbericht!

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