Permakultur Matomo zaehler

Fukuoka, Masanobu

Masanobu Fukuoka (2.Februar 1913 - 16. August 2008) war ein japanischer Mikrobiologe und Bauer.

Er gilt als Begründer der  Philosophie einer "Nicht-Tun"-Landwirtschaft, im Sinne der daoistischen Weltanschaung und Lehre. Viele der Erkenntnisse von Fukuoka wurden auch von den Australiern Bill Mollison und David Holmgren aufgegriffen und weiterentwickelt, als sie in den 1970er Jahren ihr Konzept der Permakultur entwickelten.

Hier eine sehenswerte Video-Dokumentation über Masanobu Fukuoka:

Fukuokas Konzept einer natürlichen, ökologischen Landwirtschaft geht von der Grundannahme aus, dass die Natur in der Lage ist, sich selbst zu erhalten, und dass es im Prinzip keiner großen menschlichen Eingriffe bedarf, um Getreide, Früchte und andere Lebensmittel anbauen und ernten zu können. Fukuoka setzte auf die gezielte Kombination verschiedener Pflanzen, Insekten und anderer Lebewesen, die sich gegenseitig begünstigen. Im natürlichen, ökologischen Gleichgewicht sah er die Grundlage für gute Ernteerträge. Das Bedecken der Oberfläche mit Mulchmaterial, wie zum Beispiel Blättern oder Stroh, ist nach Fukuoka gut geeignet als Schutz der Nutzpflanzen vor Fressfeinden bzw. Insekten, und zur Nährstoffanreicherung des Bodens. Felder und Gärten sollten nach Fukuoka möglichst reich an Tieren und Pflanzen sein, sie müssen weder gepflügt noch chemisch gedüngt werden!

Erfolgreich anbauen und ernten -  mit Achtsamkeit, ohne Gift und Kunstdünger

Voraussetzung dafür, den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat zu bestimmen, ist nach Fukuoka ein gezieltes Beobachten der Natur, des Wetters und der Abläufe und Gegebenheiten vor Ort. Ziel ist es, dass alle Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander harmonieren. Der Bauer oder Gärtner greift nur behutsam ein, wo es nötig ist, um die gewünschten Nutzpflanzen zu erhalten. Kunstdünger und Pestizide werden nicht eingesetzt. Zum Schutz vor  Schädlingen können natürliche Fressfeinde angelockt oder in ihrem Dasein unterstützt werden. Der "Landwirt" im Sinne von Fukuoka braucht eigentlich nicht viel mehr  zu tun, als zu  säen und zu ernten. Fukuoka war überzeugt, dass sich mit der von ihm praktizierten Landwirtschaftsmethode auf einer vergleichsweise kleinen Fläche bequem die Versorgung aller Menschen mit ausreichend Nahrung sicherstellen ließe. Und dass die nach seinen Anbau-Methode gewonnenen Erzeugnisse auch als  Medizin eine gute Gesundheit unterstützen und Lebensenergie spenden können. Voraussetzung dafür sei aber die Beschränkung auf  jahreszeitlich und regional verfügbare Produkte, eine möglichst fleischlose, also vegetarische Lebensweise sowie  der Verzicht auf  exotische und schwer zu beschaffende Nahrungsmittel.

Fukuoka wurde auch durch seine Methode der Direktaussaat, ohne Pflügen am selben Standort bekannt. Dabei spielt die doppelte Fruchtfolge von Reis und Wintergerste, die abwechselnd ausgesät und geerntet werden,  eine wichtige Rolle. Um Unkraut am Wachsen zu hindern und um den Boden mit Nähstoffen anzureichern, verwendete Fukuoka  vor allem Weißklee, der als  Leguminose Stickstoff bindet und den Boden zugleich schützt und auflockert. Ein lesenswertes Buch für Einsteiger in die Permakultur und alle, die sich für Fukuoka interessieren  ist:  "Der Große Weg hat kein Tor", das erstmals 1975, also vor über 30 Jahren, in Deutschland erschien und seitdem viele Menschen für den ökologischen Anbau und Permakultur begeistert hat. Hier eine sehenswerte Video-Dokumentation über Masanobu Fukuoka:

 

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