Waldgarten

Der Waldgarten ist ein wichtiges Gestaltungsprinzip  der Permakultur, wurde allerdings nicht von ihr erfunden - denn das Anbausystem  "Waldgarten" wird vom Menschen schon seit Jahrtausenden angewandt.

Gut beobachten kann man es noch heute zum Beispiel bei indigenen Völkern in Südamerika, entlang des Amazonas, in Brasilien, aber auch in Indien und anderen Ländern, wo sich traditionelle Anbaumethoden erhalten haben. In südamerikanischen Waldgärten werden beispielsweise Maniok-Wurzeln neben Bananen angepflanzt, und diese stehen wiederum auf kleinen Lichtungen, unweit von diversen Sträuchern und großen Urwaldbäumen. Die Gemeinschaft der Pflanzen im Waldgarten unterstützt sich gegenseitig, die Wurzeln der großen Bäume schützen den Boden von Ausschwemmungen (Bodenerosion), zugleich halten die Wurzeln der Bäume und Sträucher die Feuchtigkeit im Boden und schützen die darunter befindlichen Pflanzen vor zu starker Sonneneinwirkung und Wind. Blätter und absterbende Wurzeln mulchen den Boden und sorgen für eine natürliche Humus-Schicht.  Auch in kalten Klimaregionen haben Waldgärten viele Vorteile, denn die verschiedenen Pflanzen im Waldgarten unterstützen sich gegenseitig, die Bodenfruchtbarkeit wird verbessert und der Waldgarten ist, hat  er sich erst einmal etabliert, ein  selbsterhaltendes Biotop, das gute Ernten ermöglicht und zugleich vielen Arten einen Lebensraum bietet!

Mehr zum Thema Waldgarten, bei Wikipedia:  https://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur#Waldgarten

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