Wiedehopf

Der Wiedehopf nimmt auch Nistkästen an, wenn sie bedarfsgerecht gebaut und aufgestellt wurden.

Aufgerichtete Federhaube, langer gebogener Schnabel, unverkennbarer Ruf: Der Wiedehopf ist ein besonders schöner, eindruckvoller Vogel. Allgemein wird angenommenn, dass sich der Name des Wiedhopfs onomatopoetisch, also lautmalerisch herleiten lässt. Darauf deutet einiges hin, denn früher wurde der Wiedehopf umgangssprachlich auch Hupup, Hupatz oder Hoppevogel genannt;   sein altgriechischer Name ist "epops" , der lateinische:  "upupa"!

Der Wiedehopf ist ein Zugvogel, der beachtliche Strecken zurücklegt; im Himalya wurde er von Vogelkundlern schon in  Höhen von rd. 7000 Metern gesichtet! Eine Flugleistung, die man dem Wiedehopf auf den ersten Blick nicht ansieht bzw. zutraut, denn er hat einen ziemlich merkwürdigen, eher "schleppenden" Flug, der entfernt an den eines Schmetterlings erinnert. Dabei stößt er sich abwechselnd kräftig nach vorne und geht dann wieder in einen kurzen Gleitflug über.

Wiedehopf bei der Nahrungsaufnahme

Warum der Wiedehopf bei uns so selten ist

Der Wiedehopf stellt relativ hohe Ansprüche an sein Habitat und benötigt vor allem für die Aufzucht seines Nachwuchses eine Menge Insekten, zum Beispiel in Form von Grillen (Heuschrecken),  Käfern oder Engerlingen. Pestizide, wie sie in der industriellen Landwirtschaft eingesetzt werden, sind daher sehr schädlich für den Wiedehopf und zerstören zunehmend seinen Lebensraum. Der Wiederhopf ist ein Höhlenbrüter, baut sein Nest also z. B. gerne in natürlichen Baumhöhlen. Leider gibt es von diesen Nistplätzen immer weniger, auch in Deutschlands Wäldern, - es ist daher wichtig, Totholz in der Landschaft zu belassen und ggf. zusätzliche Brutmöglichkeiten zu schaffen! Der Wiedehopf ist bei uns in Deutschland in seinem Bestand stark zurückgegangen: Vogelkundler (Ornithologen) berichten, dass es heute nur noch rund 400 Brutpaare in Deutschland gibt! Wer nach den Prinzipien der Permakultur wirtschaftet, auf Pestizide und andere Gifte verzichtet, und für einen Erhalt von Wäldern und  Natur eintritt, der hilft auch dem Wiedehopf!

Herzlichen Dank an Bärbel von www.baerbels-naturfoto.de, die uns die schönen Wiedehopf-Fotos zur Verfügung gestellt hat!  (Aufgenommen wurden die Fotos am Neusiedler See.)

Wer mehr zum  Wiedehopf erfahren möchte: im ORF/ bei 3Sat lief 2014 eine tolle, 45 minütige  Naturdoku, die man sich bei Youtube ansehen kann:

 

2 Kommentare

  1. Für mich ist der Wiedehopf ein ganz besonders hübscher Vogel. Umso mehr freue ich mich, das permakuturtipps.de diesen informativen Beitrag mit Fotos und Film veröffentlicht hat. In Sachsen gibt es insbesondere in den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz erfolgreiche Ansiedlungsprojekte. In den künstlichen Nisthilfen für den Wiedehopf fanden für ca. 80 Brutpaare ein zu Hause. Hoffen wir auf das Verbot von Glyphosat in Deutschland, damit endlich wieder die Insekten und andere eine Überlebenschance für Vögel und andere Tiere bieten.
    Viele Gruesse von
    Bärbel und K.-D.

    1. Vielen Dank für die nette Rückmeldung, das freut uns sehr/ macht uns Mut! Und Danke auch für die interessanten Informationen zum Ansiedlungsprojekt in der Lausitz!

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